Wandbild beschädigt

Gohliser Künstler verärgert über Schmierer

Marius Mezger vor der Graffitiwand in der Prellerstraße: Immer wieder beschmieren  Unbekannte das etwa 15 Meter lange Wandbild, welches der Künstler im Auftrag einer Hausverwaltung geschaffen hat.

Marius Mezger vor der Graffitiwand in der Prellerstraße: Immer wieder beschmieren Unbekannte das etwa 15 Meter lange Wandbild, welches der Künstler im Auftrag einer Hausverwaltung geschaffen hat.

Leipzig. Sein Bild entstand, um die Fassade zu verschönern und alte Graffiti zu verdecken. Doch nun muss der Grafiker und Maler Marius Mezger (39) feststellen, dass seine bunten Zoo-Motive an einer Mauer in der Gohliser Prellerstraße immer wieder vollgeschmiert und beschmutzt werden. „Mich ärgern diese mutwilligen und sinnfreien Beschmierungen an der von mir gestalteten Wand“, so Mezger. „Auch die Anwohner und Spaziergänger sind darüber sehr traurig und verärgert.“

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Zumal die unbekannten Täter ganz offenbar nur eines im Sinn haben: Das Wandbild auf möglichst vielfältige Weise zu beschädigen. Mezger hatte es im Auftrag der Hausverwaltung geschaffen – auf 15 Meter Länge, rund 35 Quadratmeter groß. Die Vandalen bearbeiten das Werk des Künstlers mit Edding und Wachsmalstiften. Zuweilen werde sogar Hundekot an die Wand geschmiert, musste Mezger erschüttert konstatieren. Dabei hat der Künstler schon eine Vielzahl von Fassaden mit seinen Motiven verschönert. „Bisher blieben diese Gestaltungen für lange Zeit von Schmierereien verschont“, sagt er.

Parallele zu zerkratzten Autos?

Nicht so in Gohlis: Beobachtet hat der Maler, dass einige Schmierer offenbar immer wieder an den Tatort zurückkehren. Sie krakeln Symbole und Ähnliches auf meist helle Flächen, wie etwa Kreuze oder Pluszeichen sowie den kleinen Buchstaben „t“. „Das Entfernen dieser Zeichen ist bisher vergebene Liebesmühe geblieben“, berichtete Mezger, „da unmittelbar danach erneut beschmiert wurde.“

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Und: Der oder die Schmierer beschränken sich keineswegs nur auf Mezgers Wandbild. Ähnliche Zeichen seien auch auf parkenden Autos entdeckt worden, so der Künstler, „ergänzt mit zum Teil derben Sprüchen und Schimpfwörtern.“ Deshalb würden Anwohner auch einen Zusammenhang vermuten zu diversen zerkratzten Autos in dem Wohngebiet.

So waren Anfang Dezember vorigen Jahres ebenfalls in der Prellerstraße 40 am Straßenrand abgestellte Fahrzeuge erheblich beschädigt worden. Mit einem spitzen Gegenstand hatten Unbekannte tiefe Kratzer im Lack der geparkten Autos hinterlassen. Der Gesamtschaden belief sich nach Angaben der Polizei auf mehrere Tausend Euro.

Von Frank Döring

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