LVZ-Aktion „Wir halten zusammen“

Gourmétage in Mädler-Passage bietet Alternativen zu Nudeln und Pizza

Frische Feinkostplatten für Zuhause: Rene Weißenborn (links) und Thomas Köhler von der Gourmétage bieten Abholservice an.

Frische Feinkostplatten für Zuhause: Rene Weißenborn (links) und Thomas Köhler von der Gourmétage bieten Abholservice an.

Leipzig. Köstliche Antipasti, Salami und Schinken der besonderen Art, feine Schokoladen oder erlesene Weine und Spirituosen. In normalen Zeiten boomt das Geschäft kurz vor Ostern mit der Feinkost. In Zeiten von Corona ist der Umsatz der Gourmétage auf gerade einmal 20 Prozent gefallen. „Drei unserer fünf Filialen sind momentan geschlossen“, berichtet Thomas Köhler, der gemeinsam mit René Weißenborn die Geschäfte der Gourmétage führt. Betroffen sind die Läden in Erfurt, Dresden und im Specks Hof in Leipzig. Das sei besonders bitter, da die beiden das Unternehmen vor fünf Jahren aus einer Insolvenz gekauft haben und im vergangenen Jahr erstmals schwarze Zahlen schrieben.

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Während das Geschäft in Erfurt aufgrund der Lage innerhalb eines Bekleidungsgeschäftes gleich mitschließen musste, fehlte in Dresden und im Specks Hof schlicht die zahlende Kundschaft. „Viele wissen nicht, dass wir geöffnet haben. Doch das haben wir von Montag bis Samstag 10 bis 20 Uhr“, sagt Köhler. In Halle sowie in der Leipziger Mädler-Passage laufe der Betrieb also weiter wie bisher – unter erhöhten Sicherheits- und Hygienevorkehrungen. Um das Risiko zu minimieren, arbeiten die Mitarbeiter in zwei getrennten Teams.

Zudem bietet das Unternehmen einen Abholservice an. Kunden können die Waren telefonisch bestellen und im Geschäft abholen. Laut Köhler und Weißenborn nutzen viele das Angebot – auch im gastronomischen Bereich, der vor Ort aktuell nicht angeboten werden kann. „Uns erreichen Fotos von Kunden, die unsere legendären frischen Feinkostplatten nun Zuhause mit einer Flasche Wein und frischem Brot genießen. Immer nur Nudeln und Pizza sind ja auch langweilig.“ Zudem könne man im Online-Shop Feinkost, Weine und Spirituosen ordern, die dann per Post zugestellt werden.

Köhler und Weißenborn sorgen sich aktuell vor allem um ihre Mitarbeiter. Die Angestellten in den geschlossenen Filialen befinden sich in 100 Prozent Kurzarbeit, der Rest arbeitet noch 50 Prozent. Sofern es die wirtschaftliche Situation zulasse, wollen Köhler und Weißenborn die Gehälter ihrer Mitarbeiter auf 100 Prozent aufstocken. „Kündigungen wollen wir unbedingt vermeiden. Unser Personal ist das Wichtigste, was wir haben“, so Weißenborn. „In unserem Segment ist erstklassige Beratung und das Fachwissen in allen Bereichen unabdingbar.“

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Das Angebot der Gourmétage kann unter https://www.gourmetage.com eingesehen werden.

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Von Uta Zangemeister

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