JVA Zwickau

Hells Angels: SEK begleitet Leipziger Ex-Boss ins Gefängnis

Die Spezialeinheit Cobra bei der Festnahme.

Die Spezialeinheit Cobra bei der Festnahme.

Streng bewacht und von der Öffentlichkeit unbemerkt wurde der frühere Chef der Leipziger Hells Angels von Wien nach Sachsen verbracht. Der 34 Jahre alte Marcus M. soll im Juni 2016 ein Mitglied der Streetgang United Tribuns mit anderen Beteiligten getötet haben. Außerdem wird gegen ihn wegen doppelten Mordversuchs ermittelt.

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Die Reise von M. begann am Donnerstagmittag in Wien. „Die Übergabe an die deutschen Beamten erfolgte dann in einer grenznahen JVA in Österreich“, sagte Jana Friedrich, Sprecherin der Leipziger Staatsanwaltschaft. Dort nahmen den 34-Jährigen Kräfte des Spezialeinsatzkommandos aus Leipzig in Empfang und fuhren ihn mit einem extra gesicherten Fahrzeug in die Messestadt.

Den genauen Ort des österreichischen Gefängnisses halten die Ermittler aus Angst vor möglichen Gefangenenbefreiungen geheim. Er werde häufiger für eine Überstellung genutzt.

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Rocker M. machte am Abend zunächst Station im Leipziger Gefängnis. „Dort eröffnete ihm ein Richter den Haftbefehl und setzte ihn sofort in Vollzug“, so Friedrich. Die Reise war damit noch immer nicht zu Ende. M. fuhr anschließend in die JVA nach Zwickau. Der Grund: In Leipzig und anderen Orten sitzen bereits drei Mitbeschuldigte in Haft. Die mutmaßlichen Gewalttäter sollen streng getrennt einsitzen und keine Gelegenheit zum Austausch erhalten.

M. war Anfang Januar europaweit gesucht worden. Am 4. Januar überwältigte ihn die österreichische Sondereinheit Cobra im Wiener Quartier der Hells Angels.

mro

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