Vernebelung und defekte Kamera

Juwelier-Einbruch in der Leipziger City: Schlechte Videos erschweren Ermittlungen

Einbruch bei Juwelier Brinckmann & Lange in der Petersstraße in Leipzig. Ein Auto hat den Eingangsbereich zerstört.

Einbruch bei Juwelier Brinckmann & Lange in der Petersstraße in Leipzig. Ein Auto hat den Eingangsbereich zerstört.

Leipzig. Im Fall des spektakulären Einbruchversuchs in das Juweliergeschäft Brinckmann & Lange in der Leipziger City wird die Arbeit der Ermittlungsbehörden zusätzlich erschwert. Wie Polizeisprecherin Dorothea Benndorf am Dienstag auf Nachfrage von LVZ.de bestätigte, sind die Aufnahmen der Überwachungskameras nur teilweise verwertbar. Zuerst hatte "bild.de" berichtet. Am 1. August waren drei unbekannte Täter in den frühen Morgenstunden mit einem zuvor gestohlenen Pkw mehrfach gegen den verschlossenen Eingang des Juweliers gefahren und hatten sich so Zugang zum Laden verschafft.

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Im Gegensatz zu einem ähnlichen Fall im April 2021 flüchteten sie jedoch ohne Beute. Demnach seien die Täter frühzeitig gestört worden, unter anderem durch die Alarmanlage und eine Vernebelungsmaschine im Geschäft. Letztere habe jedoch nicht nur die Sicht der Einbrecher behindert, sondern macht laut Polizei auch einige Überwachungsaufnahmen unbrauchbar. Hinzu komme, dass eine Kamera in der Nähe des Tatorts defekt gewesen sei.

Polizei wertet Spuren aus

Gänzlich ohne Bilder der Tat müssen die Ermittlerinnen und Ermittler aber nicht ausgkommen, so Benndorf. Es gebe einige Aufnahmen, die ausgewertet werden können. Dennoch sei die Situation eine ganz andere als beim vorangegangenen Einbruch. Die Polizei hatte damals kurz nach der Tat mit Bildern der Überwachungskameras eine Öffentlichkeitsfahndung gestartet.

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Im aktuellen Fall werden neben den brauchbaren Videos verschiedene Spuren ausgewertet. Diese seien sowohl am Tatort als auch im Tatfahrzeug gesichert worden. Der stark beschädigte VW Passat stand am Abend des Einbruchs in der Arthur-Nagel-Straße in Großzschocher und war laut Polizei zwischen dem 30. Juli, 8.50 Uhr, und dem 31. Juli, 20.15 Uhr, in der Holbeinstraße 33a entwendet worden. Im Bereich des Schleußiger Weges/Nonnenweges und in der Pistorisstraße, Höhe Hausnummer 71, stellten die Beamten im Zuge der Ermittlungen zudem abgesägte Poller fest.

Zeugenaufruf noch am Tag der Tat

Die Polizei hatte die Öffentlichkeit schon am Tag der Tat um Mithilfe gebeten. Laut Zeugenaussagen, so der Aufruf, seien die drei Tatverdächtigen dunkel gekleidet gewesen und hätten eine dunkle Hautfarbe gehabt. Einer von ihnen habe einen Hut mit Krempe getragen.

Von anzi

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