Böhlitz-Ehrenberg

Drohung gegen Kirche: Großeinsatz im Leipziger Nordwesten – Polizei meldet Festnahme

Die Polizei hat am Sonntag mit zahlreichen Einsatzkräften drei Kirchen im Leipziger Stadtteil Böhlitz-Ehrenberg durchsucht. Darunter war auch die Katholische Kirche St. Hedwig.

Die Polizei hat am Sonntag mit zahlreichen Einsatzkräften drei Kirchen im Leipziger Stadtteil Böhlitz-Ehrenberg durchsucht. Darunter war auch die Katholische Kirche St. Hedwig.

Leipzig. Eine Drohung gegen eine Kirche im Stadtteil Böhlitz-Ehrenberg hat in der Nacht zu Sonntag einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst, in dessen Folge ein Tatverdächtiger festgenommen wurde. Wie der Sprecher der Leipziger Polizei, Olaf Hoppe, der LVZ bestätigte, bekam die Polizei über die Notruf-App „Nora“ den Hinweis auf eine Person, die für den Sonntag eine Straftat gegenüber einer Kirche angedroht hatte.

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Die Handyanwendung ermöglicht es Nutzerinnen und Nutzern, im Ernstfall Polizei und Rettungsdienste zu erreichen, der Gerätestandort wird dabei an die Einsatzleitstelle übermittelt. Nach Eingang der Information hätten Kräfte der Polizei drei Kirchen in Böhlitz-Ehrenberg durchsucht, darunter die katholische Kirche St. Hedwig und die evangelische Kirchgemeinde am Johannes-Weyrauch-Platz. Aus Polizeikreisen verlautete am Nachmittag, dass die Drohung nicht explizit gegen eine der Kirchen ausgesprochen worden sei. Das sei auch der Grund, warum drei Gebäude durchsucht wurden.

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Polizeiangaben zufolge besteht keine Gefahrensituation, die Kräfte der Leipziger Polizei hätten ihren Einsatz daher in den Mittagsstunden beendet. Zuvor soll ein Sprengstoffspürhund die Objekte durchsucht haben. Hinweise auf Sprengkörper wurden demnach an keiner der Kirchen entdeckt. Das Landeskriminalamt werde die Ermittlungen fortführen, hieß es weiter.

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Polizei nimmt Tatverdächtigen fest

Zunächst hatte die Nachrichtenagentur dpa berichtet, dass nach Eingang des Hinweises ein Führungsstab eingerichtet wurde, im Einsatz waren demzufolge Sprengstoffexperten, ein Spezialeinsatzkommando sowie Beamte des Landeskriminalamtes. Gegenüber der LVZ bestätigte die Polizei, dass im Zuge der Ermittlungen ein Tatverdächtiger ausfindig gemacht werden konnte.

Der 36-jährige Mann, der offenbar selbst in Böhlitz-Ehrenberg lebt, sei an seinem Wohnsitz angetroffen worden, „aktuell macht er alles freiwillig mit“, sagte Polizeisprecher Hoppe im Hinblick auf die Ermittlungen. Laut Polizei durchsuchten Einsatzkräfte seine Wohnung, dabei sollen zunächst keine Hinweise gefunden worden sein.

In zwei der durchsuchten Kirchen wird der Sonntagsgottesdienst gefeiert

Warum der Mann die Drohung gegen die Kirche ausgesprochen hatte, blieb zunächst unklar. Auch gab es am Sonntag keine Information zu der Frage, in welcher Verbindung der Mann zu der Kirchengemeinde steht.

Auf den traditionellen Sonntagsgottesdienst hatte der Vorfall indes keinen Einfluss: In zwei der durchsuchten Kirchen fand der Gottesdienst wie gewohnt statt – ohne Vorkomnisse, wie die Behörden mitteilten. Die Kirchengemeinden wurden zuuvor unter Polizeischutz gestellt – eine Gefahr hatten die Ermittler zu der Zeit schon ausgeschlossen.

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