Mit Glück und Strategie

In Leipzig wird der Kniffel-Meister gesucht

Bevor Kniffel nach Deutschland kam, war es seit 1956 international unter dem Namen Yahtzee bekannt.

Bevor Kniffel nach Deutschland kam, war es seit 1956 international unter dem Namen Yahtzee bekannt.

Leipzig. Der Ablauf des Spiels mit puerto-ricanischen Wurzeln ist schnell und einfach erklärt: Jeder Spieler und jede Spielerin darf drei Mal würfeln, trägt dann die erwürfelten Augenzahlen auf einem Spielzettel ein. Während der Becher dafür sorgt, dass beim Würfeln allein das Glück gefragt ist, kann geschicktes Eintragen auf dem Spielzettel zum Sieg führen. Wer die meisten Punkte hat, hat gewonnen.

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Einer, der am Sonntag in Leipzig mitkniffelt, ist der Udo Schmitz. 2012 gründete er das Forum-Spiel, ein Institut für Spielpädagogik und möchte damit das Kulturgut Spiel in der Gesellschaft verbreiten und fördern. Ebenso wie Mensch-Ärgere-Dich-nicht und Monopoly gehöre auch Kniffel zu den absoluten Klassikern in Deutschland, sagt Schmitz: „Nur selten halten sich Spiele so lange auf dem Markt wie diese drei.“

Kniffel mache besonders, dass es schnell zu erlernen ist und gleichzeitig das Rechnen fördert, so Schmitz: „Groß und Klein haben ihren Spaß daran ihr Glück auf die Probe zu stellen.“

Bevor Kniffel nach Deutschland kam, war es seit 1956 international unter dem Namen Yahtzee bekannt. Das von der US-amerikanischen Firma E. S. Lowe herausgebrachte Spiel geht aus dem puerto-ricanischen Würfel-Pokerspiel Generala hervor und ist deshalb auch unter dem Namen Escalero bekannt.

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In Deutschland brachte der Spieleverlag Schmidt das Spiel ab 1972 heraus, wobei Yahtzee die direkte Vorlage für die deutsche Version des Spiels war. Unter dem Namen Pasch wurde das Spiel auch in der DDR ab 1988 vom Spielehersteller VEB Berlinplast produziert.

Die Zweite Deutsche Kniffel-Meisterschaft findet im Stadtgeschichtlichen Museum statt und ist Höhepunkt der Ausstellung „Die Welt als Würfel 5000 Jahre Glück im Spiel“. Für einen Sieg bei der Zweiten Deutschen Kniffel-Meisterschaft am Sonntag müssen sich Klein und Groß weder vorab qualifizieren, noch anderweitige Spielexpertise vorweisen. Wer Lust hat, versucht einfach sein Glück und vielleicht reicht es ja, um am Ende Deutschlands bester Kniffler zu werden.



Von RND/dpa

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