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Stadtentwicklung

Leipzig soll pro Jahr 1000 Straßenbäume bekommen

Straßenbäume an der Lützner Straße im Leipziger Stadtteil Grünau.

Straßenbäume an der Lützner Straße im Leipziger Stadtteil Grünau.

Leipzig.Leipzig wächst und wird dichter bebaut, immer mehr Brachflächen verschwinden. Damit in der Stadt trotzdem Platz für Grün bleibt, hat die Verwaltungsspitze das „Straßenbaumkonzept Leipzig 2030“ beschlossen. Bei der Präsentation am Freitag sprach Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) von einem „Meilenstein“. Erstmals liege eine Grundlage vor, um den Baumbestand der gesamten Stadt zu entwickeln.

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Der Plan sieht vor, jährlich 1000 Bäume in der Messestadt zu pflanzen. Diese Zielvorgabe ist auch im Luftreinhalteplan enthalten, wurde in den vergangenen Jahren jedoch kaum einmal erreicht. 2018 wurde der Gesamtbestand um 600 Bäume auf aktuell rund 57 000 Straßenbäume aufgestockt. Rosenthal sagte deshalb: „Es ist ein ambitioniertes Programm.“

In der Stadt ist noch Platz für 45 000 Bäume

Das Volumen von 1000 Bäumen soll auf drei Wegen erreicht werden: Bis zu 500 Bäume sollen jährlich durch das Amt für Stadtgrün und Gewässer (ASG) gepflanzt werden. Jeweils bis zu 250 Bäume sollen bisherige städtische Projekte und neue Stadtentwicklungsprojekte beisteuern. „Zusätzlich müssen rund 600 Bäume jedes Jahr aus Altersgründen, wegen Stürmen und Trockenheit ersetzt werden“, erläuterte Rüdiger Dittmar, Leiter des ASG. Die Analyse habe ergeben, dass in Leipzig potenziell Platz für weitere 45 000 Straßenbäume besteht.

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Ein Schwerpunkt für die Neupflanzungen ist der Leipziger Osten. So sollen bereits im Herbst dieses Jahres neue Bäume in die Hans-Poeche-Straße kommen. Auch der Norden (Geibelstraße, Daumierstraße), der Süden (Arndtstraße) und der Westen (Lyoner Straße) sollen noch 2019 bedacht werden. Zudem haben etliche Gründerzeitquartiere Nachholbedarf. Bei den Baumarten setze man auf eine "gesunde Mischung" aus heimischen und neuen Arten, so Dittmar.

„Nicht für jeden neuen Baum fällt ein Parkplatz weg“

Der Amtsleiter versuchte zudem beim sensiblen Thema der Autostellplätze zu beschwichtigen: „Nicht für jeden neuen Baum fällt ein Parkplatz weg“. So seien zuletzt in der Kochstraße in der Südvorstadt 48 Bäume gepflanzt worden, aber nur 28 Stellplätze weggefallen. Bei den Neupflanzungen werde jede Straße genau unter die Lupe genommen – es gebe kein festgelegtes Muster, nach dem Bäume gepflanzt werden. Um die Bewohner einzubeziehen, will die Verwaltung vor den Pflanzungen auf Stadtbezirks- und Ortschaftsräte zugehen.

Dass Stadt und Bürger von dem Straßenbaumkonzept profitieren werden, machte Dittmar mehrfach klar: „Bäume sind Multitalente: Sie kühlen die Temperatur herunter, reinigen die Luft und bieten Lebensraum für Vögel und Insekten. Und sie bringen Farbe in die Stadt: Da wo Grau vorherrscht, machen sie es Grün.“ Zudem helfe die Begrünung gegen den Klimawandel.

Das Straßenbaumkonzept liegt dem Stadtrat seit dieser Woche vor, Bürgermeister Rosenthal hofft auf eine Beschlussfassung im nächsten Monat.

Von Maximilian König

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