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Demo

Leipziger Bündnis protestiert gegen nächsten Abschiebeflug nach Afghanistan

Gut 60 Aktivisten demonstrierten am 13. Januar 2020 in Leipzig, gegen die aktuelle Abschiebepraxis der Bundes.- und Landesregierung.

Gut 60 Aktivisten demonstrierten am 13. Januar 2020 in Leipzig, gegen die aktuelle Abschiebepraxis der Bundes.- und Landesregierung.

Leipzig.Mehrere Menschen sind am Montagabend durch das Leipziger Zentrum gezogen, um nach eigenen Angaben gegen eine mutmaßliche geplante Sammelabschiebung nach Afghanistan zu demonstrieren. Das Bündnis „Protest LEJ“ hatte dazu aufgerufen und versammelte sich um 18 Uhr am Südplatz. Von dort zog der Protestmarsch bis zum Richard-Wagner-Platz.

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Im vergangenen Jahr seien von Deutschland aus elf Flieger nach Afghanistan gestartet. „Über 300 Menschen wurden 2019 in das Kriegsgebiet abgeschoben. Seit Beginn der Abschiebungen 2016 sind es sogar über 800 Personen, die der deutsche Staat wissentlich und absichtlich in ein Land verschleppt hat, in dem sie akut von Kriegshandlungen, Terror und Gewalt bedroht sind“, hieß es in der Protest-Ankündigung vom Sonntag. „Mit unserer Demonstration wollen wir deutlich zeigen, dass wir uns gegen diese menschenfeindliche Abschiebepraxis stellen – immer und immer wieder.“

Die Demonstration endete gegen 19.30 Uhr auf dem Richard-Wagner-Platz. Es habe keine außergewöhnlichen Vorkommnisse gegeben, sagte ein Polizeisprecher am Abend. Laut des Bündnisses nahmen anfangs rund 50 Menschen an der Demo teil, schlussendlich sollen es mehr als 100 gewesen sein.

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Abschiebungen von Deutschland nach Afghanistan stehen bereits seit langer Zeit in der Kritik. Die Zahl der dort getöteten und verletzten Zivilisten hat laut Medienberichten im vergangenen Jahr erneut zugenommen. Abgeschobenen drohe unmittelbar nach ihrer Ankunft Gewalt sowie Gefahr für Leib und Leben, warnen Flüchtlingsorganisationen. Das Auswärtige Amt warnt nach wie vor Reisen in das zwischen Iran, Pakistan und Turkmenistan gelegene Land. Weitere Demonstrationen gegen den nächsten Abschiebeflug sollen am Dienstag unter anderem in Köln und München stattfinden.

Von Christian Neffe

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