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Techno-Club

Leipziger Distillery schaut sich schon nach neuer Immobilie um

Clubchef Steffen Kache kämpft schon seit Jahren um die Zukunft der Distillery.

Clubchef Steffen Kache kämpft schon seit Jahren um die Zukunft der Distillery.

Leipzig.Wie weiter mit der Distillery? Ostdeutschlands ältester Techno-Club in Leipzig hat auf Dauer keine Zukunft am angestammten Ort an der Kurt-Eisner-Straße. Hinter dem Bayrischen Bahnhof entsteht ein neues Wohngebiet und da passt die Distillery nicht mehr in die Nachbarschaft. Anders als beim So&So zeichnet sich in der Südvorstadt eine einvernehmliche Lösung ab.

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Bereits mehrere Treffen

Grundstückseigentümer Stadtbau AG und Clubchef Steffen Kache haben sich bereits mehrfach getroffen. „Wir sind seit Anfang November in Gesprächen“, bestätigte Kache. Zunächst hat er für die nächsten vier Jahre Planungssicherheit. Die Distillery könne in jedem Fall bis 2022 auf seinem heutigen Gelände bleiben, versicherte Stadtbau-Vorstand Patrik Fahrenkamp. „Für die Zeit danach arbeiten wir an einer guten, gemeinsamen Lösung und sind sehr zuversichtlich, diese schon bald gemeinsam mit der Distillery der Öffentlichkeit vorstellen zu können“, sagte er weiter.

„Zentrum ginge gar nicht“

Wenn es nach Kache geht, dann bleibt er mit seinem Club weiter im Leipziger Süden. „Mehr möchte ich dazu aber noch nicht sagen“, so der Betreiber. Was gar nicht ginge, sei ein Umzug ins Stadtzentrum. Kache ist zunächst über die lange Planungszeit von vier Jahren froh. Der Pachtvertrag sei dafür angepasst worden, von einem unbefristeten in einen schwerer kündbaren Zeitkontrakt, der dann allerdings im Gegenzug auch auslaufe.

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Kache sieht Probleme nicht erst durch das geplante Wohngebiet auf sich zukommen. „Wir werden schon jetzt von Wohnbebauung eingekreist“, sagt er. Für die Distillery bedeutet das immer höhere Anforderungen an den Lärmschutz.

Für die Distillery wäre ein Standortwechsel nicht der erste Umzug. Nach der Gründung des Clubs im Jahr 1992 in der Connewitzer Biedermannstraße mussten die Betreiber wegen fehlender Genehmigungen drei Jahre später an den heutigen Standort umziehen. Mit einem Ausbau des benachbarten früheren Bahngeländes würde sich das heute in einer Randlage befindliche Haus künftig mitten im Wohngebiet befinden.

Von Matthias Roth

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