Taufe im Zoo

Leipziger Elefantenjunge hat einen Namen

Oberbürgermeister Burkhard Jung (li.) und Zoodirektor Jörg Junhold taufen den kleinen Elefanten.

Oberbürgermeister Burkhard Jung (li.) und Zoodirektor Jörg Junhold taufen den kleinen Elefanten.

Leipzig. Passender Name für eine Kämpfernatur: Der Elefantenjunge aus dem Leipziger Zoo ist am Montag auf den asiatischen Namen Ben Lòng getauft worden. Übersetzt bedeutet dieser: "Durchhalten trotz Widrigkeiten". Ein Name wie maßgeschneidert für die turbulenten ersten Lebensmonate des kleinen Bullen. Der mittlerweile vier Monate alte Elefant wurde nach seiner Geburt von seiner Mutter Hoa nicht angenommen und wird mittlerweile von Dong Chung und Rani, zwei älteren Elefantendamen, umsorgt. Anfang Mai musste er zudem am Bauchnabel operiert werden.

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Taufe mit Widrigkeiten

Einige Widrigkeiten galt es auch bei der Taufe zu überstehen: Der junge Star des Zoos ließ Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und Zoodirektor Jörg Junhold minutenlang in der prallen Sonne brutzeln. Geplant war eigentlich, dass der Elefantennachwuchs die grüne Schleife, die um das Papier mit seinem Namen gewickelt war, mit seinem Rüssel selbst lösen sollte. Feinmotorisches Talent habe er bereits einige Wochen zuvor beim Öffnen von Schnürsenkeln bewiesen, erzählte Zoodirektor Junhold stolz.

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Elefantenbaby Taufe

Leipzig, 03.06.2019: Elefantenbaby Taufe

Doch der junge Dickhäuter zeigte wenig Interesse an dem leuchtenden Band. Stattdessen suchte er sich einen Schattenplatz oder trabte zur Wasserstelle. Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad nur allzu verständlich. Auch das Hinzuholen von „Tante“ Dong Chung half nicht – am Ende mussten die Besucher des Elefantenheimes, Jung und Junhold, die Feinmotorik selbst übernehmen und das Plakat enthüllen. Von der roten Brücke über dem Gehege klatschten die Zoobesucher  begeistert Beifall.

Leipziger konnten Namen wählen

Die Auswahl des Namens ist Resultat eines Online-Votings auf der Internetseite des Zoos. Insgesamt standen zehn Namen zur Abstimmung, die aus einem Namenswettbewerb hervorgegangen waren. In fünf Tagen waren mehr als 13 000 Stimmen eingegangen. Ein Viertel davon entfiel auf Ben Lòng. Nach der Verkündung folgte die Taufe: Aus zwei Kokoshälften kippten OBM und Zoochef dem jungen Elefanten die von ihm konsumierte Ersatzmilch über die Stirn. Das Jungtier konnte nur in seinen ersten drei Wochen Muttermilch trinken, bevor Mutter Hoa ihn endgültig verstieß.

Jörg Junhold machte allen Elefantenfans dennoch Hoffnung: Ben Lòng verhalte sich „elefantentypisch“ und müsse nachts nicht mehr von Pflegern bewacht werden. „Wir sind aber noch vorsichtig, solange er selbst noch keine Nahrung zu sich nimmt.“ Dies geschehe nach sechs oder sieben Monaten, so der Zoodirektor.

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Von Maximilian König

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