Schule an der Telemannstraße

Leipziger Gymnasium trägt den Namen von Gerda Taro

Namensgebung der "Gerda-Taro-Schule" in der Telemannstraße 9 in Leipzig durch Schulleiter Uwe Schmidt, Prof. Dr. Alfons Kenkmann, Prof. Dr. Thomas Fabian (von links), Beate Zorn (rechts).

Namensgebung der "Gerda-Taro-Schule" in der Telemannstraße 9 in Leipzig durch Schulleiter Uwe Schmidt, Prof. Dr. Alfons Kenkmann, Prof. Dr. Thomas Fabian (von links), Beate Zorn (rechts).

Leipzig. Ab dem nächsten Schulhalbjahr trägt die Schule an der Telemannstraße den Namen „Gerda-Taro-Schule“ – Gymnasium der Stadt Leipzig. Das entsprechende Namensschild haben Bürgermeister Thomas Fabian, Beate Zorn vom Sächsischen Landesamt für Schule und Bildung, Alfons Kenkmann vom Historischen Seminar der Universität Leipzig und Schulleiter Uwe Schmidt am Donnerstag auf dem Schulgelände enthüllt.

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Im Vorjahr war für die Schüler der 5., 6. und 7. Klassen der Unterricht am neuen Schulstandort mit dem vorläufigen Namen Schule Telemannstraße gestartet. Schüler, Lehrer und Eltern der neuen Schule hätten nach einem identitätsstiftenden Namen gesucht, der für Toleranz, Engagement und Weltoffenheit steht, so die Stadt am Donnerstag. Die Schulkonferenz habe sich schließlich für Gerda Taro entschieden, im April 2018 habe die Ratsversammlung dem zugestimmt.

Schule in der Telemannstraße trägt endlich einen Namen

Leipzig, 28.06.2018: Sie trägt ab sofort den Namen Gerda Taro. Bekannt wurde die jüdische Fotografin mit ihren Fotografien über den spanischen Bürgerkrieg.

Gerda Taro, geboren 1910 als Gerta Pohorylle in Stuttgart, zog  1929 nach Leipzig. Hier unterhielt sie Kontakte zum Sozialistischen Schülerbund und zur linken Studentenschaft. Sie beteiligte sich an Flugblattaktionen,  wurde 1933 von den Nazis für kurze Zeit verhaftet. Danach emigrierte sie nach Paris, wo sie den ungarischen Fotografen André Friedman kennenlernte. „Unter den Pseudonymen Robert Capa und Gerda Taro gingen sie 1936 in den spanischen Bürgerkrieg“, so die Stadt.  1937 fotografierte sie bei El Escorial einen Angriff der deutschen „Legion Condor“, überlebte den Bombenhagel, wurde aber versehentlich von einem republikanischen Panzer überrollt und erlag tags darauf ihren Verletzungen. In Leipzig erinnert auch die Tarostraße an die Fotografin.

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Die Schule war der erste Neubau eines Gymnasiums seit 20 Jahren in Leipzig. Das Gebäude ist für bis zu 1200 Schüler konzipiert, zurzeit lernen 360 Schüler bei 26 Lehrern. In jedem neuen Schuljahr komme ein weiterer Jahrgang hinzu, so das Rathaus. So wachse eine Schule heran, die 2023 ihren ersten Abiturjahrgang feierlich verabschieden könne.

LVZ

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