Hohe Preise, viel leere Fläche

Leipziger Hochzeitsmesse mit Aussteller- und Besucherminus

Brautmodenschau auf der Messe „Hochzeitswelt“ in der Glashalle.

Brautmodenschau auf der Messe „Hochzeitswelt“ in der Glashalle.

Leipzig. Einige Festbekleidungs-Ausstatter lockten mit Rabatten von 20 bis 50 Prozent. Auch in diesem Jahr blieb bei den großen Brautmodenschauen in der Glashalle kaum ein Platz leer, wurden Brautkleider von „schlicht“ bis „pompös“ sowie Herrenanzüge von „klassisch“ bis „extravagant“ bewundert. Drumherum stellten sich Floristen und Fotografen, Eventplaner und Musiker, Kutschen- und Oldtimeranbieter, Locations für die Hochzeitsfeier vor.

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Noch hat die Leipziger Hochzeitsmesse einen guten Ruf aus der Vergangenheit. Unübersehbar hat sie jedoch an Qualität verloren. Statt der angekündigten 150 Aussteller waren nur 100 gekommen, viel Raum zwischen den Ständen blieb leer. Mussten sich die Besucher in den Vorjahren durchs Gedränge kämpfen, wirkte diesmal alles recht überschaubar. Nach Veranstalterangaben kamen am Sonnabend und Sonntag knapp 4000 Leute – das sind nur noch halb so viel wie in den Vorjahren.

Der Veranstalter hat mehrfach gewechselt, aktuell versucht mit der Berliner Hochzeitswelt Messe GmbH bereits der vierte Veranstalter sein Glück. 2002 kosteten Tagestickets 6,50 Euro, in diesem Jahr 12 Euro. Die Aussteller kritisieren zu wenig Werbung, schlechte Organisation und hohe Kosten bei Standmiete und Strompauschale. „Wenn nicht bald was passiert, dann ist die Messe tot. Dabei ist sie für uns so wichtig.“, so ein Leipziger Juwelier.

Die Leipziger Hochzeitsmesse war 1996 im Untergrundmessehaus an den Start gegangen. Später wurde sie wegen der großen Resonanz in die Glashalle verlegt. In ihren besten Jahren hatte sie bis zu 200 Aussteller vereint. Mit prominenten Gästen wie Nadja Abdel Farrag, Miss Germany Diana Drubig oder Willi Weber, dem Standesbeamten aus der RTL-„Traumhochzeit“, schien die Veranstaltung ein Publikumsmagnet auf Erfolgskurs. Doch die ursprünglichen Gründer der Messe zerstritten sich, und der nachfolgende Veranstalter ging pleite. Ein dritter Veranstalter hielt nur zwei Jahre durch.

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Von Kerstin Decker

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