Sorge um Vögel

Leipziger Naturschützer protestieren gegen Bebauung des Leuschnerplatzes

Eine Amsel sitzt auf dem Ast eines Baumes. Naturschützer wollen in Leipzig gegen die Bebauung des Leuschnerplatzes protestieren, weil sie eine Zerstörung des Lebensraums für Vögel fürchten. (Symbolbild)

Eine Amsel sitzt auf dem Ast eines Baumes. Naturschützer wollen in Leipzig gegen die Bebauung des Leuschnerplatzes protestieren, weil sie eine Zerstörung des Lebensraums für Vögel fürchten. (Symbolbild)

Leipzig. Der Nabu Leipzig will am Dienstag gegen die geplante Bebauung des Wilhelm-Leuschner-Platzes protestieren. Eine Kundgebung sei für 9.15 Uhr am Neuen Rathaus geplant, hieß es vom Naturschutzbund. Grund ist die mit den Bauplänen einhergehende Verdrängung der Lebensräume verschiedener Vogelarten.

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Auf Anfrage bestätigte das Ordnungsamt die Veranstaltung. Ein Privatperson habe die Kundgebung unter dem Motto „Ökologische Nischen schützen statt Betonwüsten bauen“ zwischen 9 und 11 Uhr angemeldet, teilte ein Sprecher der Stadt mit. Demnach werden etwa 20 bis 30 Menschen erwartet.

Bebauung gefährde Tiere

Fast zeitgleich mit dem Protest soll im Rathaus um zehn Uhr die Ausstellung der Ergebnisse des Architekturwettbewerbs zum Neubau des Instituts für Länderkunde (IfL) eröffnet werden. Den ersten Preis hatte der Entwurf des in Dublin und Berlin ansässigen Büros Henchion und Reuter gewonnen.

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Doch das IfL ist nicht der einzige geplante Neubau. Unter anderem sollen weitere Forschungseinrichtungen und eine Markthalle entstehen. Für den Nabu ist das ein Problem: Durch die Bebauung sei der Lebensraum zahlreicher Tiere gefährdet. Vor allem würden die vor Ort angesiedelten Brutvogelarten verdrängt.

Ausgleichsflächen fehlen

Diese Sorge teilen auch die Grünen. „Ausgleichsflächen in der unmittelbaren Nachbarschaft wurden bis jetzt nicht geschaffen“, kritisiert der Leipziger Kreisverband laut einer Mitteilung. Benachbarte Flächen wie der Schillerpark reichten nicht aus, erläuterte die klimapolitische Sprecherin Ulrike Böhm. Dort würden bereits Brutpaare leben.

Bei einer Beobachtung im vergangenen Jahr zählte der Nabu 29 Arten, die auf dem Areal des Leuschnerplatzes leben – darunter 16 Brutvogelarten. Der Regionalverband verfasste deswegen ein Positionspapier. Darin wird unter anderem angemessener Ersatz für die Lebensräume von Sperling, Star & Co. gefordert.

So soll das IfL aussehen

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Von Josephine Heinze

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