Dritte Welle verhindern

Leipziger St. Georg-Klinikum testet alle Corona-Proben auf Mutationen

Im Klinikum St. Georg soll in Zukunft mehr auf Virusmutationen getestet werden. (Archiv)

Im Klinikum St. Georg soll in Zukunft mehr auf Virusmutationen getestet werden. (Archiv)

Leipzig. Die neuentdeckten Virusmutationen aus Großbritannien, Südafrika oder Brasilien haben zwei Dinge gemeinsam: Sie sind ansteckender als der sogenannte Wildtyp und stellen die Virusforschung vor neue Rätsel. Das Leipziger Klinikum St. Georg hat nun angekündigt, umfassender auf das Virus zu testen. Dafür werden alle Rachenabstriche auf die bekannten Varianten untersucht. Nach Angaben der Klinik werden auf Empfehlung derzeit nur ein Zehntel der Proben so analysiert.

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„Wir leisten damit nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur Klärung der genauen Infektionsepidemiologie in Leipzig und Mitteldeutschland, sondern unterstützen auch die wissenschaftliche Forschung durch belastbare Daten“, sagt der Chefarzt des Medizinischen Zentrallabors am Klinikum St. Georg Leipzig, Stephan Borte. Außerdem bringe diese Strategie auch den Patienten Sicherheit, ergänzt seine Kollegin, Iris Mende.

Auf den Stationen selbst entspannt sich die Lage, meldet Chef-Infektiologe Christoph Lübbert. Dadurch könnte sich auch das Team der Infektiologie wieder erholen und alltägliche Aufgaben angehen. Doch man bleibe weiterhin im Ausnahmezustand. Perspektivisch bereitet man sich in der Klinik auf eine dritte Welle vor, auch weil derzeit noch unklar sei, ob und wie die derzeitigen Impfstoffe bei den Infektionen wirken.

Von tsa

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