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Sowjetischer Pavillon

Leipzigs neues Stadtarchiv wird erst 2019 fertig

Noch eine Baustelle: Der Sowjetische Pavillon auf der Alten Messe in Leipzig kann erst 2019 als Stadtarchiv genutzt werden.

Noch eine Baustelle: Der Sowjetische Pavillon auf der Alten Messe in Leipzig kann erst 2019 als Stadtarchiv genutzt werden.

Leipzig.Beim Umbau des Sowjetischen Pavillons auf der Alten Messe zum neuen Leipziger Stadtarchiv gibt es weitere Verzögerungen. Weil die seit mehr als zwei Jahren laufenden Arbeiten länger dauern als geplant, verschiebt sich die Eröffnung erneut. Avisiert sei nun Mitte 2019, teilte die Stadt am Montag auf Anfrage von LVZ.de mit. Der Umzug soll statt Ende Oktober erst im Januar beginnen. Etwa ein halbes Jahr sei nach der Fertigstellung des Gebäudes nötig, um den riesigen Archivbestand vom alten Standort in der Torgauer Straße 74 umzuräumen.

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Baufirmen können Termine nicht halten

Ursachen für den Zeitverzug seien zum einen bauliche Sonderwünsche des Hauptamts und zum anderen die gute Konjunkturlage in der Baubranche, heißt es von der Leipziger Entwicklungs- und Vermarktungsgesellschaft (LEVG), die das Areal der Alten Messe verwaltet. Die beauftragten Firmen könnten „nicht zur Einhaltung von Terminen gezwungen werden“, informierte der Bauherr auf Nachfrage.Die Kosten waren zuletzt bereits um rund 2,5 Millionen Euro auf mehr als 16 Millionen Euro gestiegen. Das Stadtarchiv will das Gebäude künftig anmieten, der Mietvertrag am alten Standort läuft vorerst weiter.

Die Baukosten waren zuletzt um rund 2,5 Millionen Euro gestiegen.

Die Baukosten waren zuletzt um rund 2,5 Millionen Euro gestiegen.

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Weil das alte Archiv in der Torgauer Straße 74 aus allen Nähten platzt, hatte die Stadt entschieden, den denkmalgeschützten Portikus des russischen Pavillons mit der charakteristischen goldenen Spitze samt rotem Stern als neuen Standort umzubauen. Fast 20 Jahre stand das Gebäude zuvor leer. 1924 eröffnet, galt die Messehalle 12 einst als größte Ausstellungshalle der Welt. An der Rückseite des Portikus entsteht das neue Magazin, in dem künftig die Bestände aus mehr als 1000 Jahren Leipziger Geschichte lagern. Sie füllen im Stadtarchiv mehr als 12.000 Regalmeter mit Akten, Geschäftsbüchern, Zeitungen und Druckschriften. Zum Bestand gehören zudem rund 4000 Urkunden, 90.000 Karten und Pläne sowie 360.000 Fotos.

Betrieb in der Torgauer Straße läuft vorerst weiter

Als Provisorium nutzt das Stadtarchiv nun vorerst den alten Standort weiter. Nach zwei Monaten Pause ist seit Montag in der Torgauer Straße wieder geöffnet. Zunächst bis zum 29. November kann das Archiv an drei Tagen in der Woche mit Einschränkungen benutzt werden. Mitarbeiter bearbeiten Anfragen sowie Archivalienbestellungen und stehen bei Fragen zur Verfügung. Geöffnet ist dienstags von 10 bis 18 Uhr, mittwochs von 9 bis 15 Uhr und donnerstags von 10 bis 19 Uhr. Einschränkung: Am 24. Oktober öffnet der Lesesaal für die Benutzung erst ab 12 Uhr.

Ausstellungen, Führungen und Seminare können bis auf Weiteres nicht mehr im Archiv stattfinden. Für Vorträge zur Stadtgeschichte wird auf den im Ratsplenarsaal im Neuen Rathaus ausgewichen. Markus Kaufhold spricht dort am 29. November zur Geschichte der Leipziger Messe zwischen 1890 und dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Beim Tag der Stadtgeschichte am 19. und 20. Oktober geht es an selber Stelle um „Industrialisierungsprozesse und Industriekultur in Leipzig“.

Von Robert Nößler

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