Feuer in Connewitz

Linksextreme bekennen sich zu Auseinandersetzungen in Leipzig-Connewitz

Brandanschlag auf eine Baustelle in der Bornaischen Straße in Connewitz.

Brandanschlag auf eine Baustelle in der Bornaischen Straße in Connewitz.

Leipzig. Die wahren Vorgänge bleiben undurchsichtig: Zu den Bränden und den Auseinandersetzung mit Polizisten und Rettungskräften in Leipzig-Connewitz sind Bekennerschreiben aufgetaucht. Auf dem linken Szeneportal indymedia beschreiben zwei Nutzer die Vorgänge an der Kreuzung zwischen Bornaischer und Stockartstraße ganz unterschiedlich.

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So heißt es bei Kiezmiliz in dem Artikel „Bullenschweine raus aus Connewitz“, dass ein kleines Feuer auf Baustellenabsperrungen übergegriffen habe. Als die Polizisten anrücken, habe eine größere Gruppe gefordert, dass diese wieder abziehen sollten. Der User schreibt von Flaschen und Steinen, die geworfen wurden, um die unerwünschten Sicherheitskräfte zu vertreiben.

Wurde auch die Feuerwehr angegriffen?

Ein User schreibt direkt von brennenden Barrikaden, die auch als Provokation errichtet worden, nachdem es in den vergangenen Wochen und Monaten vermehrt zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, zum Beispiel bei Demonstrationen gab. Auch im Text "Fight Cops" ist von Wurfgeschossen und von Tränengas der Polizei die Rede.

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In einem sind sich beide Texte einig: Die Linksextremisten bestreiten, auch Feuerwehrleute angegriffen zu haben. Laut Polizei mussten die Löschzüge zwischenzeitlich abziehen, weil auch sie mit Steinen beworfen worden sein sollen. Erst unter Polizeischutz sollen sie die Löscharbeiten wieder aufgenommen haben.

Autoren fordern weniger Polizei in Connewitz

Auch im Ziel gleichen sich die beiden Bekennerschreiben einig: Sie fordern weniger Präsenz der Polizei in Leipzig. So kritisiert der Indymedia-User Monika Lazar die Arbeit des neuen Polizeipräsidenten Torsten Schultze: „Der Kurs unter ihm ist im Vergleich zu Merbitz noch einmal deutlich konfrontativer geworden.“ Anschließend zählt sie mehrere Auseinandersetzungen auf.

Kiezmiliz fordert sogar: "Wir hoffen, dass die Bullen irgendwann verstehen, dass sie in Connewitz unerwünscht sind und es auch in Zukunft keine gute Idee ist die BewohnerInnen des Viertels durch ihre Präsenz zu belästigen." Die Polizei ihrerseits betrachtet den Stadtteil Connewitz gerade wegen solcher Vorkommnisse als besonderen Brennpunkt, der eine ganz eigene Strategie erforderlich macht. Inwiefern die Brandstiftungen in der Nacht zum Sonntag mit den Ereignissen am Freitag zusammenhängen bleibt vorerst noch unklar.

Von tsa

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