Nacht zu Samstag

Messerangriffe und Körperverletzungen am Leipziger Hauptbahnhof

In der Nacht zu Samstag musste die Polizei gleich mehrere Male am Leipziger Hauptbahnhof wegen Gewaltdelikten ermitteln. (Symbolbild)

In der Nacht zu Samstag musste die Polizei gleich mehrere Male am Leipziger Hauptbahnhof wegen Gewaltdelikten ermitteln. (Symbolbild)

Leipzig. Der Leipziger Hauptbahnhof gilt schon länger als Kriminalitätsschwerpunkt. Diebstähle, aber auch Gewaltdelikte wie Körperverletzungen, nahmen im vergangenen Jahr stark zu. In der Nacht zu Samstag ist es dort erneut zu mehreren Auseinandersetzungen gekommen.

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Mindestens zwei Menschen wurden bei Gewalttaten verletzt, die sich vor allem nach Mitternacht häuften und die Beamten vor Ort beschäftigen. Die Ermittlungen sind aber noch nicht abgeschlossen. Laut Polizeisprecher Andreas Loepki kam es bereits am Freitagnachmittag gegen 16.15 Uhr im Bürgermeister-Müller-Park zu einer Schlägerei, an der mehrere Personen beteiligt waren. Dabei wurde ein 18-Jähriger durch einen unbekannten Gegenstand am Hals verletzt. Er musste in einem Krankenhaus operiert werden.

Der Tatverdächtige ist laut Polizei Anfang 20, rund 1,70 Meter groß und hat ein nordafrikanisches Äußeres. Er trug braune Shorts und ein grünes T-Shirt. Die Fahndung nach dem Mann läuft noch.

Mit Messern bedroht

Um kurz nach ein Uhr in der Nacht zu Samstag kam es dann zum nächsten Einsatz. Laut ersten Meldungen solle es eine Auseinandersetzung zwischen „Arabern und Deutschen“ gegeben haben. Vor Ort stellte sich heraus, dass wohl die Gruppe eines Junggesellenabschiedes an Dealer geriet. Nach eigener Aussage wurden der Gruppe Drogen angeboten. Als die Männer diese nicht kaufen wollten, wurde demnach einer von ihnen mit einer Werbetafel an den Kopf geschlagen. Zwei weitere wurden mit Messern bedroht.

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Weiter ging es dann eine Stunde später, als ein 30-Jähriger einen 29-Jährigen wiederum mit gezogenem Messer verfolgte. Letztlich schritten die Beamten ein und fixierten den Angreifer. Später gab es noch zwei weitere Anzeigen wegen anderer Delikte.

Die Polizei verweist nach den neuerlichen Gewalttaten auf „Revierkämpfe“ von Drogendealer und -konsumenten, die es schon länger im Bereich Hauptbahnhof gäbe. „Nicht umsonst führt die Polizeidirektion in diesem Bereich immer wieder Schwerpunktkontrollen durch“, sagt Sprecher Loepki. Er kündigte zudem an, weitere Streifen in dem Areal würden geprüft.

luc

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