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Mindestens 3000 Leipziger protestieren gegen steigende Mieten

Tausende Leipziger sind am Samstag in Leipzig gegen den "Mietenwahnsinn" auf die Straße gegangen.

Tausende Leipziger sind am Samstag in Leipzig gegen den "Mietenwahnsinn" auf die Straße gegangen.

Leipzig. Wie in rund 30 anderen europäischen Städten sind am Samstag auch in Leipzig gegen steigende Mieten auf die Straße gegangen. Mehrere Tausend nahmen Schätzungen zufolge an den Demonstrationen teil.

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Zunächst hatten sich gegen zwölf Uhr rund 50 Personen in Connewitz an der Leopoldstraße versammelt. Etwa eine Stunde später setzten sich etwa 150 Demonstranten in Bewegung, trugen ein Banner mit der Aufschrift „Wohnraum für alle“. Ziel der Gruppe war der Bayrische Platz.

Dort startete ein zweiter Aufzug unter dem Motto "Mietenwahnsinn stoppen". Rund 500 Menschen hatten sich bis 14.15 Uhr im Zentrum-Südost versammelt. Später stießen weitere Demonstranten dazu. An der Zwischenkundgebung auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz nahmen Augenzeugen zufolge etwa 3000 bis 5000 Menschen teil.

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Gespräche mit Stadträten geplant

Anschließend sollte die Demonstration über den Peterssteinweg und durch die Petersstraße zum Markt ziehen. Gespräche mit Leipziger Stadträten zu der Entwicklung stehen auf dem Plan. Das Ende der Veranstaltung ist für 17.30 Uhr geplant.

Neben den beiden Aufzügen ist eine weitere Demonstration für Samstag angemeldet. Entlang der Strecken könne es zu Verkehrseinschränkungen kommen, so die Stadt.

Gegen Gentrifizierung

Deutschlandweit war am Samstag zu Prostesten gegen die Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt aufgerufen worden. Geplant waren Demonstrationen auch in Dresden, München, Mannheim, Stuttgart, Köln oder Frankfurt.

In Berlin – wo sich vor einem Jahr etwa 10.000 Menschen aus dem gleichen Anlass versammelt hatten – begann am Vormittag auch das Sammeln von Unterschriften für ein Volksbegehren zur Enteignung von Wohnungskonzernen. Die Initiatoren wollen, dass Firmen mit mehr als 3000 Wohnungen enteignet werden.

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Von jhz/A.T.

LVZ

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