Gegen Energiekrise und Rechtsextreme

Acht Demos angemeldet – hier wird am Montag in Leipzig demonstriert – mit interaktiver Karte

2004 war der Augustusplatz in Leipzig schon einmal Schauplatz großer Sozialproteste. Damals gingen die Menschen gegen die Hartz-Reformen auf die Straße.

2004 war der Augustusplatz in Leipzig schon einmal Schauplatz großer Sozialproteste. Damals gingen die Menschen gegen die Hartz-Reformen auf die Straße.

Leipzig. Am Montagabend will die Linkspartei in einen Herbst der Sozialproteste starten - und sicher ist jetzt schon: Es wird unübersichtlich in der Leipziger Innenstadt. Denn neben der Partei haben mehrere andere Gruppen Demonstrationen und Kundgebungen angemeldet, im Einzelnen sind das:

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Die Linkspartei will auf dem Augustusplatz unter dem Motto "Preise runter - Energie und Essen müssen bezahlbar sein!" demonstrieren. Der Beginn ist für 19 Uhr angemeldet, die Partei rechnet mit 3000 bis 4000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Veranstalter planen auch eine Demonstration durch die Innenstadt auf dieser Route: Augustusplatz, Opernseite (Sammlung & Auftakt) – Grimmaische Straße – Reichsstraße – Salzgäßchen – Markt (Zwischenkundgebung) – Katharinenstraße – Brühl – Am Hallischen Tor – Willy-Brandt-Platz (Innenring) – Georgiring – Augustusplatz (Abschluss und Ende)

Die rechtsextreme Kleinpartei "Freie Sachsen" will ebenfalls auf dem Augustusplatz demonstrieren, schon von 17 Uhr an. Sie ruft zu der Versammlung unter dem Motto "'Freie Sachsen' unterstützen den Montagsprotest von Sören Pellmann und der Linken - Gemeinsam gegen die da oben" auf. Als Ort für ihre Kundgebung hatte die Partei dem Ordnungsamt angezeigt, direkt neben der Auftaktkundgebung der Linkspartei demonstrieren zu wollen. Als Kundgebungsort wurde nun der nordwestliche Bereich des Augustusplatzes auf der Gewandhausseite festgelegt. Angemeldet sind zehn Personen, das Ordnungsamt geht aber davon aus, dass es mehr werden.

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Das Aktionsbündnis "Leipzig nimmt Platz" hat eine Demonstration mit 150 Menschen durch die Stadt angemeldet unter dem Motto "Für einen konsequenten Antifaschismus". Sie soll 17.30 beginnen und entlang dieser Route führen: Alexis-Schumann-Platz (Auftakt) - Karl- Liebknecht-Straße - Peterssteinweg - kleiner Wilhelm-Leuschner-Platz (Zwischenkundgebung) - Petersstraße - Markt- Salzgässchen - Reichsstraße - Am Hallischen Tor - Willy-Brandt-Platz (Innenring) - Kleiner Willy-Brandt-Platz

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Die Initiative "Soziale Kämpfe" hat eine Demonstration mit 150 Menschen angemeldet unter dem Motto "Wir zahlen nicht für eure Krise! Kein Fußbreit den Faschisten". Sie soll 17.30 beginnen und entlang dieser Route führen: Südplatz (Sammlung & Auftakt) - Karl-Liebknecht-Straße - Peterssteinweg - westl. Wilhelm-Leuschner-Platz (Straße) – Petersstraße – Grimmaische Straße – Augustusplatz, Opernseite (Ende und Anschluss an die Versammlung der Linkspartei)

Die "Bewegung Leipzig", eine Gruppe aus dem Querdenken-Umfeld hat wie üblich für Montagabend eine Demonstration angemeldet unter dem Motto "Für Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung". Angezeigt sind 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, beginnen soll die Veranstaltung am Mendebrunnen auf dem Augustusplatz um 19 Uhr. Danach ist eine Demonstration um den Ring geplant auf folgender Route: Augustusplatz (Innenring) – Roßplatz (Innenring) – Wilhelm-Leuschner-Platz (Innenring) – Martin-Luther-Ring (Innenring) - Dittrichring (Innenring) – Tröndlinring (Innenring) – Willy-Brandt-Platz (Innenring) - Goethestraße – Augustusplatz (Innenring) – Augustusplatz, Mendebrunnen (Abschluss und Ende)

Der AfD-Kreisverband Leipzig hat eine Kundgebung in der Permoserstraße in Paunsdorf von 16.30 bis 18 Uhr angemeldet, zu der sich unter dem Motto "Sachsen braucht eine bessere Politik" rund zehn Menschen versammeln sollen. Der Kreisverband mobilisiert aber auch für den Montagabend zum Augustusplatz, ohne dort eine eigene Veranstaltung angemeldet zu haben.

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Eine Gruppe, die der sächsische Landesverfassungsschutz dem Bereich "verfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates" zuordnet, hat unter dem Motto "Freiheit für Deutschland" von 19 Uhr an eine Kundgebung mit 300 Menschen vor dem Paulinum auf dem Augustusplatz angemeldet.

Auf der Grimmaischen Straße am Löwenbrunnen ist eine Mahnwache für Julian Assange geplant. Es wird dessen Freilassung sowie die von anderen Journalisten und Whistleblowern gefordert. Angemeldet sind fünf Personen.

Der Stand der Anmeldungen ist vorläufig. Die Kooperationsgespräche zwischen den Veranstaltern und der Versammlungsbehörde der Stadt Leipzig laufen seit Mitte der vergangenen Woche. Die Ordnungsbehörde schätzt etwa den Augustusplatz als ausreichend groß ein für die geplanten Veranstaltungen.

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