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Weiter keine heiße Spur

Mord in Leipzig-Plagwitz bleibt nach Zeugen-Befragungen weiter rätselhaft

Der Mordfall vom 1. Oktober 2017 in Leipzig-Plagwitz bleibt weiter rätselhaft.

Der Mordfall vom 1. Oktober 2017 in Leipzig-Plagwitz bleibt weiter rätselhaft.

Leipzig.Eineinhalb Monate nach der Identifizierung von 14 Zeugen aus einer Leipziger Straßenbahn tappt die Polizei beim Mordfall in Leipzig-Plagwitz weiter im Dunkeln. Inzwischen seien alle Fahrgäste intensiv vernommen worden, teilte Jana Friedrich, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, auf Anfrage von LVZ.de mit. Eine heiße Spur zum Mörder des 34-jährigen Stefan M. ergab sich daraus jedoch nicht.

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Trotz „intensiv geführter Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei“ sei der Fall bislang nicht aufgeklärt, so Friedrich. Einen konkreten Tatverdächtigen haben die Ermittler auch ein knappes halbes Jahr nach dem Mord nicht im Visier. Die Ermittlungen würden weiter gegen Unbekannt geführt, so die Staatsanwältin.

Aussagen und Hinweise werden ausgewertet

Die 14 Zeugen, die anfang Februar per Öffentlichkeitsfahndung gesucht worden waren, hatten mit Stefan M. die Bahn der Linie 1 an der Haltestelle Könneritzstraße/Stieglitzstraße verlassen. Zu den Angaben der Befragten wollte sich die Staatsanwaltschaft nicht äußern, um die Ermittlungen nicht zu gefährden. Details könnten den Täter verunsichern oder ihn Sicherheit wiegen lassen. „Die im Rahmen der Zeugenvernehmungen getätigten Angaben wurden und werden – ebenso wie der im Februar eingegangene weitere Hinweis eines Hinweisgebers – gründlich ausgewertet“, so Friedrich.

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Das Mordopfer Stefan M.

Das Mordopfer Stefan M.

Stefan M. war am Abend des 1. Oktober 2017 gegen 22.15 Uhr vor seinem Haus in der Eduardstraße 1 mit Stichen am Hals tödlich verletzt worden. Der DHL-Mitarbeiter war auf dem Heimweg von seiner Arbeit in Schleußig aus der Bahn gestiegen und anschließend nach Hause gelaufen. Was in den sieben Minuten danach bis zu dem tödlichen Angriff geschah und wo der 34-Jährige auf seinen Mörder traf, versucht die Polizei seit Monaten zu rekonstruieren.

Sonderkommission arbeitet an Aufklärung des Falls

An der Aufklärung des Falls arbeiten insgesamt 14 Beamte in einer Erweiterten Morduntersuchungskommission (EMUK) mit dem Namen "Eduard". Neben der Verteilung von Fahndungsplakaten und 1900 Flyern im Leipziger Westen brachte auch die Ausschreibung einer Belohnung in Höhe von 10.000 Euro bislang nicht den erhofften Erfolg.

Zu den weiteren Schritten hüllt sich die Kripo in Schweigen. „Die Ermittlungsbehörden arbeiten mit Hochdruck und unter Ausschöpfung aller vorhandenen Ermittlungsmöglichkeiten daran, das Tötungsdelikt aufzuklären“, betonte Friedrich.

Von Robert Nößler

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