Newsletter „Leipzig Update“

Neues Nadelöhr oder Verkehrswende? Das war der Montag in Leipzig

Guten Abend, liebe Leserinnen und Leser,

in der Prager Straße kulminiert der Interessenskonflikt in der Leipziger Verkehrswende: Hier die wachsende Zahl der umweltfreundlichen Radfahrer, die mehr Platz und Sicherheit im Straßenverkehr beanspruchen. Und dort die schon jetzt staugenervten Autofahrer, Zulieferer und mobilen Handwerker, die künftig ein weiteres Nadelöhr in ihrer Stadt fürchten. Der Umbau der Prager Straße zwischen Tabaksmühle und Friedhofsweg zu einer einspurigen Fahrbahn ist mehr als nur eine normale Straßenbaustelle. Hier geht es um eine Richtungsentscheidung - im wahrsten Sinn des Wortes.

Die Prager Straße soll zwischen An der Tabaksmühle und Südfriedhof in Leipzig umgebaut werden.

Hier ist jetzt schon eng - künftig soll der Verkehr nur noch einspurig fließen. Die Prager Straße zwischen Tabaksmühle und Südfriedhof steht vor einem gewagten Umbau.

Baubürgermeister Thomas Dienberg von den Grünen plädiert erwartungsgemäß für die Einspurigkeit. Kritische Einwände weist er auf LVZ-Anfrage zurück: Neue Belastungen auf möglichen Ausweichrouten sieht er nicht, auch auf die Schaffung attraktiver ÖPNV-Alternativen will er nicht erst warten. Ebenso will Dienberg an den Rasengleise festhalten - obwohl ein Pflastergleis im Ernstfall von Rettungswagen besser genutzt werden könnte. Welche Alternativen Dienberg sieht und wie die Stadt auf möglichen Schleichverkehr durch angrenzende Viertel reagieren will, lesen Sie hier.

Eine schöne Bescherung für leidgeprüfte Autofahrer gibt es aber doch noch: Rechtzeitig zum Start in die Weihnachtsferien soll die Staufalle am Schkeuditzer Kreuz beseitigt sein. Die Bauarbeiten am Abschnitt Großkugel/Wiedemar werden bis dahin beendet sein, versichert die zuständige Autobahn GmbH. Und kündigt zugleich an, dass auch 2023 erneut auf der A9 gebaut wird. Immerhin: Einspurig soll es am Schkeuditzer Kreuz auch künftig nicht werden.

 

Bild des Tages

Die höchste Adventskerze der Region leuchtet auch in diesem Jahr an der Goitzsche bei Bitterfeld: Der 26 Meter hohe Pegelturm ist seit diesem Sonntag mit zahlreichen Lichtern weihnachtlich geschmückt.

Die höchste Adventskerze der Region leuchtet auch in diesem Jahr an der Goitzsche bei Bitterfeld: Der 26 Meter hohe Pegelturm ist seit diesem Sonntag mit zahlreichen Lichtern weihnachtlich geschmückt.

Fünf Lese-Empfehlungen für Sie

  • Ausgetanzt: Der Dresdner Semperopernball ist für 2023 abgesagt. Das Sachsens prestigeträchtiger Ball erneut ausfällt, hat im Unterschied zu 2022 diesmal nichts mit der Pandemie zu tun. Vielmehr gibt es Personalquerelen, die jetzt die Planung aus den Takt gebracht haben. Hier gibt es die Hintergründe zur Ball-Geschichte.
  • Neuzugang: Die wichtigste Personalie bei RB Leipzig ist derzeit kein neuer Spieler. Stattdessen reden alle am Cottaweg von Max Eberl, der beim Neuangriff auf den Thron von Bayern München große Taten vollbringen soll. Am Dienstag beginnt die Ära Eberl in Leipzig. Auf den früheren Gladbach-Manager warten einige Baustellen.
  • Teuerung: Wer von der Stadt Leipzig eine Garage gemietet hat, muss ab Januar 2023 mehr bezahlen. Wurde der Vertrag nach dem 3. Oktober 1990 geschlossen, sind am dem neuen Jahren zusätzlich zum Nutzungsentgelt und der Betriebskostenpauschale 19 Prozent Mehrwertsteuer fällig.
  • Vorfall: Bei den Demonstrationen am Samstag rund um die „Ami go home“-Kundgebung ging es offenbar deutlich stärker zur Sache als bislang bekannt: Auf der Karl-Tauchnitz-Straße soll ein Pkw an die Sitzblockade der Gegendemonstranten gefahren sein. Was zu dem Vorfall bekannt ist, haben Antonie Rietzschel und Andreas Tappert aufgeschrieben
  • Tragisch: Der Tiergarten Delitzsch hatte sich erst vor wenigen Wochen über: einen Neuzugang gefreut Gepardin Khaleesi sollte zusammen mit Partner Tayo für Nachwuchs sorgen. Nun wurde bekannt: Khaleesi ist tot. Die Trauer im Delitzscher Tiergarten ist groß
 

Zitat des Tages

So manche Provokation gehört zum Geschäft. Ich bin völlig im Reinen mit mir.

Hans-Joachim Frey

bisheriger Chef des Semperopernballs zu seinem geplanten Abgang im Gespräch mit Sächsische.de

 

Das wird morgen für Leipzig wichtig

 

In eigener Sache

„Ein Licht im Advent

Von Leipzig bis Döbeln: „Ein Licht im Advent" bitte diesmal um Spenden für die Tafeln in der Region.

Seit dem ersten Adventswochenende hat wieder unsere LVZ-Spendenaktion begonnen. „Ein Licht im Advent“ bittet diesmal um Unterstützung für die Tafeln in Leipzig und der Region. Die Tafel unterstützt Menschen in sozialer Not vor allem mit Lebensmittelspenden. Doch infolge der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs wachsen die Schlangen an den Ausgabestellen rasant. Zugleich schwindet das Angebot an Lebensmittelspenden, die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben zudem mit den Folgen der Inflation und Energiekrise zu kämpfen. Die angespannte Lage der Tafel haben wir unter anderem in einer Reportage thematisiert.

Die LVZ wird in den nächsten Wochen die Arbeit der Tafeln begleiten, Helferinnen und Helfer vorstellen sowie die Probleme beleuchten. Zugleich bitten wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, um Ihre Unterstützung: Wie sie spenden können und wie Ihre Spende an die richtige Stelle kommt, finden Sie hier.

Wir danken bereits jetzt für ihre Mithilfe!

 

Ich wünsche Ihnen einen geruhsamen Abend und eine stimmungsvolle erste Adventswoche.,

Herzlichst, Ihr Olaf Majer

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