Nach Einsatz in Grünau

Polizist vergisst Maschinenpistole – Suche nach Waffe eingestellt

Mit einer MP5 Maschinenpistole bewaffnete Polizisten sichern eine Zufahrt.

Mit einer MP5 Maschinenpistole bewaffnete Polizisten sichern eine Zufahrt.

Leipzig. Gut vier Jahre nach dem Verlust einer Maschinenpistole bei einem Einsatz der Polizei in Leipzig haben die Behörden die Suche nach der Waffe eingestellt. „Es gibt keine Anhaltspunkte, wo sich die Waffe befindet und auch keine Hinweise auf eine Straftat. Daher wurden die Ermittlungen eingestellt“, sagte Andreas Ricken von der Leipziger Staatsanwaltschaft auf Anfrage. Sollten Hinweise auftauchen, würden die Ermittlungen aber wieder aufgenommen.

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Die Maschinenpistole vom Typ Heckler & Koch MP5 war am 11. August 2016 während eines abendlichen Einsatzes an einer Tankstelle in Leipzig-Grünau vergessen worden. Obwohl ein Großaufgebot an Polizisten mit Sprengstoffhunden nach der Maschinenpistole suchte, blieb sie verschwunden. "Daher ist davon auszugehen, dass eine unbefugte Person die Waffe entwendet und behalten hat", erläuterte Ricken.

Behörden setzten 1000 Euro Belohnung aus

Mit Plakaten hatte die Polizei nach dem Verschwinden der Maschinenpistole nach Zeugen gesucht. Die Behörden hatten für Hinweise auf die Waffe 1000 Euro Belohnung ausgesetzt. Zwar gingen laut Staatsanwaltschaft "jede Menge Hinweise" ein, doch die Waffe blieb verschwunden. Lediglich das Magazin der scharfen Waffe wurde gefunden und abgegeben.

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Es habe vor einiger Zeit Hinweise gegeben, dass ein Kind und ein Jugendlicher aus Leipzig sowie dem Umland die Waffe hätten, sagte Ricken. „Dies hat sich aber nicht bestätigt und das Verfahren wurde eingestellt.“

Gegen den Polizisten, dessen Maschinenpistole verschwunden war, wurde nach dem Vorfall ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Wie das Verfahren ausging, teilte die Polizei nicht mit.

Von RND/dpa

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