Umweltschutz

„Recycling2go“: Kampagne soll Leipzig von Einwegbechern für Kaffee befreien

Einwegbecher für Kaffee sollen möglichst von der Bildfläche verschwinden.

Einwegbecher für Kaffee sollen möglichst von der Bildfläche verschwinden.

Leipzig. 320.000 – so viele Einwegbecher für Kaffee und andere Mitnahmegetränke werden jede Stunde in Deutschland entsorgt. Ein gewaltiger Müllberg, bestehend aus Bechern, die nur wenige Minuten lang genutzt wurden. Schon länger haben Umweltschützer und Institutionen dieser Verschwendung den Kampf angesagt. Jetzt will auch die Stadt Leipzig ihre Bemühungen intensiveren.

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Gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) startet in Leipzig an diesem Mittwoch deshalb die Kampagne „Recycling2go“. Die soll die Einweg- zugunsten von Mehrwegbechern verdrängen. Gegen ein Pfand können künftig mobile Kaffeetrinker in teilnehmenden Läden ihr Getränk in einem solchen Becher erhalten. Dieser kann dann in einem anderen teilnehmenden Geschäft zurückgegeben werden.

Mehrwegbecher sind „hundertfach wiederverwertbar“

Das erste Ziel sei, möglichst schnell viele Partner für die Teilnahme an der Kampagne zu gewinnen. „Wir etablieren mit Recycling2go eine komfortable, grüne Alternative. Dank unseren Projektpartnern soll es bald in ganz Leipzig möglich sein, Coffee to Go aus umweltfreundlichen Mehrwegbechern zu trinken“, so Sebastian Gerstenhöfer, Projektkoordinator beim BUND Leipzig, in einer Pressemitteilung. Die ausgegebenen Mehrwegbecher sollen „hundertfach wiederverwertbar“ sein.

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Die Stadt Leipzig sowie der BUND laden in diesem Zusammenhang zu einer Informationsveranstaltung im Ratsplenarsaal des Neuen Rathauses (Raum 261) ein. Am Donnerstag, dem 11. Oktober, um 15 Uhr werden Angelika Freifrau von Fritsch (Leiterin Amt für Umweltschutz), Thomas Kretzschmar (Leiter Eigenbetrieb Stadtreinigung Leipzig), Titus Kunze (Geschäftsführer „8Gramm“), Florian Pachaly (Geschäftsführer „reCup“) sowie Sebastian Gerstenhöfer das Projekt vorstellen und Fragen beantworten. „Gerade Gewerbetreibende aus der Gastronomie, die selbst Getränke auf die Hand anbieten, würden wir gerne im Rathaus begrüßen“, so Gerstenhöfer.

Neue Webseite für Liste mit teilnehmenden Unternehmen

Ähnliche Projekte gibt es bereits in anderen deutschen Städten. Junge Leute und Kaffeetrinker in Szene-Vierteln greifen verstärkt zu den Pfandbechern, wie Erfahrungen etwa aus Hannover und Freiburg zeigen. Viele Verbraucher trinken ihren Kaffee aber weiterhin aus der Einwegvariante.

Wer seinen Lieblingskaffee-Ausschank vom Mitmachen überzeugen will, findet auf www.bund-leipzig.de/recycling2go Informationen zum Mehrwegbechersystem. Geplant sei auch eine Liste der teilnehmenden Kaffee-Verkaufsstellen, so die Initiatoren.

Von LVZ/dpa/CN

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