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Klimawandel

Ruß im Eis: Leipziger Forscher reisen in die Arktis

Die Ausbreitung der Meereisdecke in der Arktis ist in diesem Jahr auf ein Rekordtief gesunken. Leipziger Klima-Experten reisen nun mit einem speziellen Forschungsauftrag nach Grönland.

Die Ausbreitung der Meereisdecke in der Arktis ist in diesem Jahr auf ein Rekordtief gesunken. Leipziger Klima-Experten reisen nun mit einem speziellen Forschungsauftrag nach Grönland.

Leipzig. Das Forschungsflugzeug Polar 5 startet am 15. März mit einem internationalen Forschungsteam nach Grönland. Die Mission: Arktische Klimaänderungen untersuchen. Mit an Bord: Forscher der Universität Leipzig und des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung.

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Rußpartikel in Eis und Schnee spielen eine zentrale Rolle bei den Messungen des Wissenschaftler-Teams aus Deutschland, Dänemark, den Niederlanden und Japan. In den nächsten vier Wochen ist die grönländische Forschungsstation Villum ihre Basis. Von dort aus wollen sie in 70 Flugstunden mit dem Fesselballon und vom Flugzeug, mit Bodenmessungen und per Drohne Daten erheben.

Brennende Torflandschaft

Wenn sich Rußpartikel auf dem Schnee und Eis ablagern, sinke die Reflexion. Die Folge: Die Oberfläche nimmt mehr Sonnenstrahlung auf – und das Eis schmilzt schneller.

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Ein besonderer Fall aus dem Sommer beunruhigt die Wissenschaftler. In einer Torflandschaft im Westen der Insel breitete sich ein Feuer über mehrere Quadratkilometer aus. Satellitenbilder zeigten eine enorme Rauchentwicklung. „Sollten solche Brände in der Arktis in Zukunft zunehmen, hätte das selbst für nahezu unbewohnte Regionen Auswirkungen mit ungewissem Ausgang“, so die Experten.

Messungen bei minus 30 Grad

In diesem Winter stellten Forscher extrem wenig Meereis in der Region zwischen Grönland und Spitzbergen fest. Auch in Nordgrönland gebe es offene Stellen im Meereis, so André Ehrlich vom Leipziger Uni-Institut für Meteorologie. Gemeinsam mit drei weiteren Kollegen wird er bei Temperaturen um minus 20 bis minus 30 Grad den Rußgehalt in Eis und Schnee untersuchen. Auch die Dicke des Meereises soll mithilfe von Überflügen und einer speziellen Sonde überprüft werden.

In der Arktis erwärmt sich das Klima zwei- bis dreimal schneller als auf dem gesamten Globus. Die Erforschung der Rußpartikel und der Meereisdicke kann den Forschern wichtige Erkenntnisse für Wetter- und Klimamodelle liefern.

Von lyn

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