Newsletter „Leipzig Update“

Sachsens Innenminister kontra Klimablockaden - der Donnerstag in Leipzig

Guten Abend, liebe Leserinnen und Leser,

die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels sind unübersehbar. Es ist verständlich, dass vor allem jüngere Menschen große Sorgen um ihre Zukunft haben und mit Vehemenz Gegenmaßnahmen einfordern. Tatsache ist auch, dass es oftmals noch immer am Willen zur Veränderung fehlt - wie man erst kürzlich an den desolaten Ergebnissen der UN-Klimakonferenz sehen konnte. Wissenschaft und Umweltgruppen warnen zunehmend frustrierter: Die Zeit, in der noch entscheidende Kurskorrekturen möglich sind, verrinnt schnell.

Die Klimaschutz-Gruppe „Letzte Generation“, zu der auch einige Leipzigerinnen und Leipziger gehören, hat ihr Repertoire an Protestformen in den vergangenen Monaten wohl zunehmend auch deshalb radikalisiert: Blockierte Straßen, Kartoffelbrei auf Kunstwerken und sogar ein komplett lahmgelegter Großflughafen gehören inzwischen dazu. Seit Wochen wird scharf darüber diskutiert, inwieweit solche Aktionen angemessen, ethisch vertretbar und juristisch legal sind. Meine Kollegin Antonie Rietzschel hat Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) gefragt, wie er zum Protest der „Letzten Generation“ steht. Seine Haltung ist klar:

Wenn sich sogenannte Aktivisten an Kunstschätze oder auf Straßen oder auch auf Landebahnen kleben, außerdem Kraftwerke blockieren, sind das schwerwiegende Gefährdungen der öffentlichen Sicherheit.

Armin Schuster (CDU), Sachsens Innenminister.

In Bayern wurden - nicht unumstritten - Mitglieder der Gruppe bereits ohne Gerichtsverfahren präventiv in Haft genommen. In Sachsen ist so etwas laut Polizeivollzugsdienstgesetz übrigens auch möglich. Ob der Innenminister die Anwendung der Präventivhaft im Freistaat künftig bei radikalen Klimaschützern forcieren lässt? Lesen Sie es im Text meiner Kollegin selbst.

 

Bild des Tages

Die Polizei Leipzig musste am Donnerstag auf der B2 einen Hund einfangen.

Bahn frei - auf der Hundeschnellstraße: Am Donnerstagmorgen war auf der B2 auf Höhe Leipziger Südvortstadt ein Jack-Russell-Terrier unterwegs. Die Polizei hatte einige Mühe, den Flitzer einzufangen. Wie es hieß, hatte der Hund beim Gassigehen seine Leine durchgebissen. Am Ende konnten Halterin und Hund wieder vereint werden.

 

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Zitat des Tages

Keiner weiß, wie das Frachtaufkommen in zehn oder zwanzig Jahren aussieht. Die nächste Zeit werden wir aber den Anstieg mit größeren Maschinen meistern – und zwar ohne mehr Starts und Landungen.

Elio Curti, Vorsitzender der Geschäftsführung am DHL Hub Leipzig,

Das ganze Interview mit Elio Curti zur Zukunft des Frachtverkehrs am Leipziger Flughafen lesen Sie hier.

 

Das wird morgen für Leipzig wichtig

  • Geflügelschau ohne Geflügel: Am Freitag wird im Congress Center Leipzig die 126. Lipsia Rassegeflügelschau eröffnet. Aufgrund der aktuell grassierenden Vogelgrippe darf allerdings kaum Geflügel ausgestellt werden. Dafür gibt es zum Beispiel Kaninchen.
  • Prozess im Mordfall Jesse L.: Am Landgericht wird weiter gegen einen Mann verhandelt, der im Januar in Schkeuditz einen 19-Jährigen mit einem Schuss in den Kopf getötet und dem Opfer mehrere Kilogramm Marihuana sowie Cannabis gestohlen haben soll.
  • Kraftklub in Leipzig: Die Kummers sind wieder in der Stadt. Nachdem Nina und Lotta Kummer im November mit ihrer Band Blond im Conne Island abgeräumt haben, kommen morgen Abend nun Felix und Till mit Kraftklub in die Arena. Beginn ist 19.30 Uhr.
 

Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Abend,

Matthias Puppe

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