„Shiny Flakes“: Leipziger Gericht schaut Netflix-Doku im Prozess an
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Maximilian Schmidt in der Netflix-Doku „Shiny_Flakes: The Teenage Drug Lord“.
© Quelle: Netflix
Leipzig. Das Landgericht Leipzig hat im Prozess gegen den als Kinderzimmer-Dealer bekannten Maximilian Schmidt (28) am Mittwoch die Netflix-Dokumentation über den Erfinder des Drogen-Onlineshops „Shiny Flakes“ angesehen. Das bestätigte das Gericht auf Nachfrage am Donnerstag.
Der Leipziger soll sich spätestens im November 2018 mit seinen Mitangeklagten zusammengeschlossen haben, um über die neue Plattform www.candylove.to von Leipzig aus einen Online-Handel mit Betäubungsmitteln zu betreiben. In „Shiny Flakes: The Teenage Drug Lord“, der Doku des Streamingdienstes Netflix, geht es vor allem um sein erstes illegales Start-up, mit dem Schmidt 2015 aufgeflogen war. Allerdings deutete sich in dem Film auch schon an, dass die Ermittler den Leipziger erneut wegen Drogenhandels im Visier haben.
Candy Love als Nachfolger von Shiny Flakes?
Die zuständige Strafkammer hatte sich um einen direkten Kontakt mit dem Streamingportal bemüht, um zu klären, ob die Nutzungsbedingungen eine Aufführung des Films innerhalb einer öffentlichen Hauptverhandlung gestatten. Offenbar hatte das Gericht damit nun Erfolg.
Der Hauptangeklagte hatte Ende Februar eine umfangreiche Erklärung zu den Vorwürfen abgegeben und seine Mitwirkung an „Candy Love“ eingeräumt. Er hatte allerdings bestritten, Kopf der Bande gewesen zu sein.
LVZ