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Behandlung in Leipzig

„Sie haben mir das Leben gerettet“: Italienischer Covid-Patient bedankt sich bei Kretschmer

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU, l) redet in der deutschen Botschaft mit Felice Perani und gibt ihm die Hand. Perani war der erste Corona-Patient, der von Bergamo nach Deutschland ins Uniklinikum Leipzig gebracht wurde.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU, l) redet in der deutschen Botschaft mit Felice Perani und gibt ihm die Hand. Perani war der erste Corona-Patient, der von Bergamo nach Deutschland ins Uniklinikum Leipzig gebracht wurde.

Leipzig.Eineinhalb Jahre nach seiner Behandlung in Leipzig hat sich der Corona-Intensivpatient Felice Perani bei einem emotionalen Treffen mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer für die Hilfe in Deutschland bedankt. „Sie haben mir das Leben gerettet“, sagte er bei einem Empfang der deutschen Botschaft am Montagabend in Rom mit Tränen in den Augen an die Ärzte in Sachsen gerichtet. Er überreichte Kretschmer eine Nachbildung des Turiner Grabtuches. Der CDU-Politiker antwortete bewegt, die Hilfe sei selbstverständlich gewesen.

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Sachsen hatte Perani im Frühjahr 2020 gemeinsam mit weiteren acht Patienten aus Bergamo einfliegen lassen, weil die dortigen Krankenhäuser voll waren. Dramatische Bilder von Patienten in italienischen Kliniken und Militärfahrzeugen, die Särge aus der Stadt fuhren, waren in der ersten Corona-Welle um die Welt gegangen.

Er verdankt Sachsen sein Leben

Am Ende lag Perani 76 Tage auf der Intensivstation. „Ich bin in Leipzig behandelt worden wie ein Sohn oder ein Bruder“, erinnerte sich der Lehrer, der noch heute an den Spätfolgen der Infektion wie Schilddrüsenproblemen und Diabetes leide. Sachsen aber verdanke er sein Leben.

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Insgesamt nahm Deutschland in jener Zeit 44 Patienten aus dem Ausland auf. „Ich sage immer, ihr habt nicht 44 Leute gerettet, sondern 88, weil durch eure Hilfe 44 Betten in Italien für andere Patienten frei geworden sind“, sagte Perani. In Leipzig wurden 2020 vier Patienten aus Bergamo behandelt. Perani ist der einzige, der überlebte.

„Ich dachte zuerst, ich sei entführt worden“

Im Gespräch mit dem Ministerpräsidenten erinnerte er sich, wie er damals nach der Zeit im Koma in Leipzig aufwachte - und nicht wusste, wo er war. „Ich dachte zuerst, ich sei entführt worden als ich aufwachte - denn alle vor mir waren in Kitteln und mit Schutzmasken und Brillen verhüllt, sie sprachen eine andere Sprache“, erzählte Perani. Doch heute ist ihm vor allem die Solidarität in Erinnerung geblieben.

„Wir sind sehr dankbar für diese gelebte europäische Solidarität!“, schrieb Kretschmer bei Twitter. Er rief alle Bürger seines Bundeslandes auf, sich impfen zu lassen. Derzeit ist Sachsen bundesweit Schlusslicht bei der Impfquote. Von Felice Perani wurde er dann noch nach Bergamo eingeladen - Kretschmer nahm die Einladung prompt an.

Von dpa/sup

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