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LVZ-Umfrage

So feiert Leipzig Silvester – mit Raclette, Dinner for One und ohne Vorsätze

Und wie feiern Sie Silvester?

Und wie feiern Sie Silvester?

Leipzig.Wir wollten von Ihnen wissen, liebe Leserinnen und Leser, welche Bräuche und Traditionen für Sie zu Silvester dazu gehören. Und bis jetzt (31.12., 15.00 Uhr) haben 3.332 von Ihnen mitgemacht und unsere Umfrage beantwortet – dafür sagen wir vielen Dank und wollen Ihnen die Ergebnisse natürlich nicht vorenthalten.

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Hier können Sie übrigens weiter abstimmen und sich die Ergebnisse in Gänze anschauen. Beachten Sie dabei aber bitte, dass die Zahlen vom jetzigen Stand abweichen können, da die Abstimmung ja offen bleibt. Bitte beachten Sie auch, dass unsere Umfrage natürlich nicht unter repräsentativen Gesichtspunkten und mit einer vergleichsweise geringen Teilnehmerschaft durchgeführt worden ist.

Feiern Sie in diesem Jahr Silvester?

48 Prozent der Leserinnen und Leser sagen „Ja“; aber eine Mehrheit von 52 Prozent feiert in diesem Jahr überhaupt nicht. Liegt es an den erneuten Corona-Auflagen, einem eher pessimistischen Blick auf das Jahr 2022 oder verzichten die Teilnehmenden generell auf Silvester-Feiern? Wir wissen es nicht. In jedem Fall wünschen wir allen Leserinnen und Lesern einen guten Rutsch – ganz gleich auf welche Weise.

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Wie beeinflusst die Corona-Pandemie Silvester?

70,3 Prozent der Teilnehmenden geben an, dass die Pandemie-Lage ihre Silvester-Pläne in diesem Jahr nicht beeinflusst hat. 29,7 Prozent der Leserinnen und Leser hatten sich eigentlich auf eine größere Party gefreut.

Wie stehen Sie zum Böllerverbot?

Feuerwerkskörper dürfen auch in diesem Jahr nicht verkauft werden. In vielen Städten gibt es außerdem Verbotszonen. Das Thema wird kontrovers diskutiert. Auch in Leipzig sehen viele Menschen die Böllerverbote kritisch. 33,8 Prozent der Befragten sagen, dass das Knallen für sie an diesem Tag einfach dazugehört. Eine Gruppe von 49 Prozent findet das Böllerverbot trotzdem richtig. 16,5 Prozent ist Feuerwerk schlichtweg egal.

Was essen Sie zu Silvester?

Wie schon zu Weihnachten gibt es auch zu Silvester viele traditionelle Gerichte, die auf den Tisch kommen. Bei knapp jedem Fünften der Befragten gibt es in diesem Jahr Raclette, bei nur 4,8 Prozent Fondue und bei 3,9 Prozent werden Pfannkuchen gegessen. Bei immerhin 25,7 Prozent gibt es „das alles und noch viel mehr“. Bei mehr als 46,2 Prozent kommt nichts Besonderes auf den Tisch.

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Dinner for One – ja oder nein?

Es ist ein Klassiker der deutschen Silvester-Traditionen. Der Sketch um den 90. Geburtstag einer britischen Lady und der zunehmenden Trunkenheit ihres Butlers begeistert seit 1963 Fernseh-Zuschauerinnen und Zuschauer. In Leipzig sagt nur ein gutes Drittel der Umfrage-Teilnehmenden, dass „Dinner for One“ für sie zu Silvester dazu gehört. Die Mehrheit (61,2 Prozent) schaut sich den Sketch nicht an.

Dinner for One: Hier können Sie das Original beim NDR sehen.

Wie halten Sie es mit Neujahrsvorsätzen?

Das Urteil unserer Leserinnen und Leser fällt erstaunlich eindeutig aus. Mehr als 80 Prozent sind der Meinung, dass Vorsätze nichts bringen. Welche Vorsätze haben Sie für das neue Jahr gefasst? Hier können Sie sie uns mitteilen.

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Wie halte ich Vorsätze durch?

Dr. Christoph Ramcke, Doktor der Sportwissenschaft und seit 1998 in der Gesundheitsförderung tätig, hat die Antwort: „Silvester ist nicht der richtige Zeitpunkt, um neue Vorsätze zu fassen.“

Er sagt, dass Vorsätze oft „nur aus einer Laune heraus“ beschlossen werden, ohne genauen Plan und ohne eine bewusste Entscheidung sein Verhalten tatsächlich langfristig zu verändern. Auch werden die Vorsätze nicht aktiv in den Alltag eingebaut.

Ein Vorsatz wie 5-mal in der Woche ins Fitnessstudio zu gehen ist daher für den Anfang ein zu großer Schritt. Das Ziel ist zu optimistisch. Es ist sinnvoller die „Taktik der kleinen Schritte“ anzuwenden. „Wie wäre es denn statt 5-mal sich nur 2-mal pro Woche vorzunehmen ins Fitnessstudio zu gehen?“ Wenn es geschafft wurde dies in den Alltag zu integrieren, dann ist eine spätere Steigerung immer noch möglich.

In der jetzigen Situation ist es noch schwerer sich aktiv und bewusst für etwas zu entscheiden, da wir dies teilweise nicht können, oder es zumindest so scheint. Corona und die Maßnahmen, um den Virus zu bekämpfen, nehmen uns einige unserer Entscheidungen ab.

Was kann man stattdessen tun?

Um sich die Entscheidungsmacht zurückzuholen muss etwas gefunden werden, bei dem einem die Entscheidung nicht abgenommen werden kann. Wie beispielsweise spazieren. Auch bei einem Lockdown und mit Kontaktbeschränkungen kann man spazieren gehen. „Und wenn wir dabei nicht vergessen, dass Gesundheit, auch in Corona-Zeiten, Spaß machen darf, dann ist das Ganze doch gleich viel besser.“

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Bei einer bewussten Entscheidung besteht dann die realistische Möglichkeit, dass das Verhalten dauerhaft verändert wird und man auch noch nach Corona regelmäßig spazieren geht. Außerdem bringt die Corona-Zeit grundsätzlich nicht nur negative Folgen mit sich.

Einsparung der Fahrtzeit und Kosten, mehr Zeit für die Kinder, Sport, Kochen, Bewegung und noch vieles mehr sind einige der positiven Auswirkungen. „Es ist wichtig verschiedene Perspektiven zu beachten und nicht nur die negative Seite zu sehen“, sagt der Gesundheitsexperte Dr. Ramcke.

Von RND/kha/axl/ewo

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