Sören Pellmann

„Kundenabzocke“: Leipziger Linken-Politiker kritisiert Strom- und Gaspreiserhöhungen

Der Leipziger Linken-Politiker Sören Pellmann kritisiert die neuen Preise

Der Leipziger Linken-Politiker Sören Pellmann kritisiert die neuen Preise

Leipzig. Der Linke-Politiker Sören Pellmann hält die von ostdeutschen Energieversorgern angekündigten Preiserhöhungen für eine „Kundenabzocke“. Sie stünden in keinem Verhältnis zu den aktuellen Großhandelspreisen für Strom und Gas, sagte der Leipziger Bundestagsabgeordnete am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

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Auch angesichts der angekündigten Preisdeckel komme es offenbar jetzt zu Mitnahmeeffekten. „Wenn beim Strompreis der Deckel erst bei 40 Cent greift, dann bleibt natürlich kein Versorger darunter, da der Staat bezahlt. Ein zu lascher Deckel ist geradezu ein Anreiz für die Versorger, die Preise zu erhöhen.“ „Wir brauchen Preisdeckel auf Strom und Gas, die beim Vorjahresniveau ansetzen“, betonte Pellmann. Zudem seien staatliche Preiskontrollen und eine Genehmigungspflicht für Preiserhöhungen nötig. Jeder Versorger sollte beim Bundeswirtschaftsministerium Erhöhungen beantragen und begründen müssen. „Es muss Schluss sein mit dem Wilden Westen auf dem ostdeutschen Energiemarkt, wo jeder machen kann, was er will.“

Regionale Versorger kündigten deutliche Preiserhöhungen an

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Das Unternehmen EnviaM hatte am Montag deutliche Preiserhöhungen ab 1. Januar 2023 angekündigt. Der Preis steige für die Grundversorgung und daran angelehnte Sonderverträge um 20,28 Cent je Kilowattstunde brutto, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Auch der Gasversorger Mitgas - ein Unternehmen der Envia-Gruppe - kündigte zum Jahreswechsel Preiserhöhungen an. So steige der Verbrauchspreis um 6,31 Cent je Kilowattstunde brutto auf 18,96 Cent je kWh brutto. Der Grundpreis bliebe gleich. Von der Preiserhöhung sind nach Firmenangaben rund 57 000 Privat- und Gewerbekunden in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen betroffen.

Auch die Leipziger Stadtwerke haben zu Beginn des neuen Jahres neue Preise angekündigt. Die Strompreise in der Grund- und Ersatzversorgung und in den Bestpreis-Sonderverträgen steigen demnach ab Januar 2023 um durchschnittlich 83 Prozent. Gas soll in den Bestpreis-Sonderverträgen durchschnittlich 198 Prozent, in der Grund- und Ersatzversorgung jedoch nur durchschnittlich fünf Prozent mehr kosten.

Von dpa/LVZ

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