Freizeitpark bei Leipzig

Spanier stellen Belantis bis 2020 auf den Kopf

Die 2010 angeschaffte Achterbahn „Huracan“ ist bisher die größte Attraktion in Belantis – und zugleich das Wahrzeichen, das sich auch auf den Hinweisschildern an der nahen Autobahn 38 findet.

Die 2010 angeschaffte Achterbahn „Huracan“ ist bisher die größte Attraktion in Belantis – und zugleich das Wahrzeichen, das sich auch auf den Hinweisschildern an der nahen Autobahn 38 findet.

Leipzig/Zwenkau. Am Freizeitpark Belantis im Süden von Leipzig dürften wohl noch in diesem Jahr die Bagger anrücken. Denn seit vergangener Woche gehört der Park der spanischen Kette Parques Reunidos. Und die neuen Eigner wollen kräftig investieren, den Park ausbauen – und erweitern. Auf bis zu 60 Hektar wollen die Spanier die Fläche des Parks verdoppeln (die LVZ berichtete). Dabei drücken sie jetzt aufs Tempo: Ziel sei es, das Angebot innerhalb von zwei Jahren zu erweitern und so die Leistungsfähigkeit des Parks zu verbessern, berichtet die spanische Wirtschaftszeitung "Expansión" unter Berufung auf nicht näher genannte Marktquellen.

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Damit macht die neue Mutter aus Madrid in Leipzig deutlich mehr Dampf als bei ihrem vorherigen Zukauf in Deutschland: 2010 hatten die Spanier mit dem Movie-Park Germany in Bottrop ihren bisher einzigen Park in Deutschland übernommen. Der Anlage verpassten sie dann erst einmal eine neue Indoor-Achterbahn. Weitere Großinvestitionen folgten dann aber erst 2014 mit der Dinosaurier-Simulation „The Lost Temple“ und 2017 mit der Achterbahn „Star Trek: Operation Enterprise“.

Bisher 63 Millionen Euro in Belantis investiert

Den richtigen Mann für die Investitions-Offensive haben die Spanier jetzt schon nach Leipzig geschickt: Thorsten Backhaus (41). Den hatten die Spanier im Jahr 2014 in Bottrop an die Park-Spitze gesetzt, um dort die Investitions-Offensive voranzutreiben. Vergangene Woche ernannten sie ihn zusätzlich zum Belantis-Chef. Er soll beide Parks jetzt zunächst in Personalunion führen. Der bisherige Chef, Park-Gründer und Mehrheitsgesellschafter Erwin Linnenbach (57), hatte sich mit dem Verkauf seiner Anteile auch als Geschäftsführer zurückgezogen.

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Bezahlt haben die Spanier laut „Expansión“ 26,5 Millionen Euro. Das ist deutlich mehr, als der gesamte Park laut eigener Bilanz wert ist: Zwar wurden bisher gut 63 Millionen Euro investiert. Ein Großteil kam aber aus Fördermitteln. Die Bilanzsumme der Betreibergesellschaft – also quasi der Buchwert – lag Ende 2015 nur bei 10,3 Millionen Euro. Neuere Zahlen gibt es nicht. Und Gewinn hat der Park seit der Eröffnung vor 15 Jahren noch nie gemacht: Bis 2015 liefen mehr als zwei Millionen Euro Minus auf.

Der spanische Parkbetreiber hatte am Dienstag erstmals bestätigt, Belantis zu übernehmen. Schon da hatte Parques-Reunidos-Chef Fernando Eiroa angekündigt, den Park ausbauen zu wollen – und auch eine Erweiterung angekündigt. Als Zeitplan sprach er aber nur von den „kommenden Jahren“. Jetzt ist klar: Bis 2020 wollen die Spanier Ergebnisse sehen.

Von Frank Johannsen

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