Leipziger Jahnallee

Stadt warnt Falschfahrer auf Radweg mit Schild vor Unfallgefahr

Ein Radfahrer (rechts) fährt entlang der Jahnallee auf der falschen Straßenseite in Richtung Innenstadt. Dieses elektronische Wechselschild soll Falschfahrer auf die Unfallgefahr an der Kreuzung zum Cottaweg hinweisen.

Ein Radfahrer (rechts) fährt entlang der Jahnallee auf der falschen Straßenseite in Richtung Innenstadt. Dieses elektronische Wechselschild soll Falschfahrer auf die Unfallgefahr an der Kreuzung zum Cottaweg hinweisen.

Leipzig. Es ist ungefähr so, als würde man in einer Einbahnstraße Autofahrer explizit vor entgegenkommenden Fahrzeugen warnen: Weil offenbar viele Radfahrer in der Jahnallee den stadtauswärtigen Radweg verkehrswidrig in die falsche Richtung befahren, weist die Stadt sie jetzt auch noch mit einem elektronischen Schild auf mögliche Unfallgefahren an der Kreuzung mit dem Cottaweg hin.

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"Das besagte Wechselverkehrszeichen richtet sich in der Tat an jene Radfahrer, die unerlaubterweise den stadteinwärts linksseitigen Gehweg der Jahnallee befahren. Es soll auf die Unfallhäufungsstelle am Cottaweg hinweisen, wo es in der Vergangenheit vermehrt zu Kollisionen mit Fahrzeugen kam, die vom Cottaweg nach rechts auf die Jahnallee einbiegen, sich dabei überwiegend nur nach links auf den aus der Stadt kommenden Verkehr orientieren und dabei von rechts kommende Radfahrer übersehen", schreibt das Verkehrs- und Tiefbauamt auf eine Anfrage der LVZ.

Die Anschaffung eines Wechselverkehrszeichens kostet um die 10 000 Euro, seine jährliche Unterhaltung 5000 Euro.

Verkehrsamt: Bisherige Beschilderung war nicht ausreichend

LVZ-Leserin Lydia Lasch hatte sich schon gewundert, warum das Wechselschild so aufgestellt wurde, „dass lediglich die Fahrradfahrer aus Richtung Angerbrücke kommend auf den Unfallschwerpunkt hingewiesen werden“. Ihrer Ansicht nach müssten doch vielmehr Pkw- und Lkw-Fahrer zur Vorsicht ermahnt werden.

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„Die Fahrzeuge im Cottaweg wurden zuvor schon umfassend mittels Verkehrszeichen und Fahrbahnmarkierungen auf den bestehenden Konflikt mit dem Radverkehr hingewiesen“, heißt es aus dem Verkehrs- und Tiefbauamt. „Dies war offensichtlich auf Dauer nicht ausreichend, sodass jetzt auch die Radfahrer für den Konflikt sensibilisiert werden.“

Mehrere schwere Unfälle mit Radfahrern in diesem Jahr

Entlang der Jahnallee gibt es beidseitig Radwege. Nur der von der City stadtauswärts in Richtung Lindenau kreuzt jedoch an der Kleinmesse den Cottaweg. Fahrer von aus dem Cottaweg nach rechts auf die Jahnallee einbiegenden Autos rechnen daher nur mit Radfahrern von links, nicht aber von rechts. Doch der Radweg wird verkehrswidrig oft auch von Radfahrern genutzt, die stadteinwärts unterwegs sind.

An der Kreuzung war es allein in diesem Jahr schon zu mehreren Unfällen zwischen Radfahrern und abbiegenden Fahrzeugen gekommen. Aufgrund der Unfallhäufung hatte die Behörde auf dem stadtauswärtigen Radweg bereits ein Hinweisschild anbringen lassen, das Unfallgefahr anzeigt und den Radweg auf dem Kreuzungsbereich rot einfärben lassen. Außerdem wurde zusätzlich ein „Radfahren verboten“-Schild in Höhe der „Tankbar“ an der Angerbrücke angebracht, um Radfahrer davon abzuhalten, den Weg in die falsche Richtung zu benutzen.

Von Klaus Staeubert

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