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Veranstalter: 7500 Teilnehmer

Tausende ziehen bei "Unteilbar"-Demo durch Leipzig

Unteilbar demonstriert in Leipzig für ein „verständnisvolles und vorurteilsfreies Miteinander“.

Unteilbar demonstriert in Leipzig für ein „verständnisvolles und vorurteilsfreies Miteinander“.

Leipzig. Braunkohleausstieg, niedrige Mietpreise, Gesundheitspolitik und die bedingungslose Rettung Flüchtender auf dem Mittelmeer - es ist ein bunter Blumenstrauß an Themen, für den das Bündnis #unteilbar an diesem Sonnabend über den Leipziger Ring zieht.

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Farbenreich ist auch die Erscheinung der nach Veranstalterangaben rund 4000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer: LGBT-Gruppen hissen die Regenbogenflagge, Amnesty International kommt in Gelb, eine Trommelgruppe hat sich auf den Dresscode Pink geeinigt. "Ich bin hier, weil ich möchte, dass im Gesundheitssystem alle gleich behandelt werden - ohne Unterschied", sagt Carlotta, eine 23-jährige Medizinstudentin. Sie und ihre rund 200 Mitstreiter aus dem Medizinbereich tragen heute weiße Kittel. Ganz ohne Verkleidung ist Kristin Narr (35) ist mit ihrem kleinen Sohn gekommen. Sie sieht gerade in der Vielfalt der Themen die Stärke von unteilbar: "Es geht um eine gesamtgesellschaftliche Bewegung", sagt sie. "Wir brauchen zukunftsgewandte Politik und da gehören Klimafragen genauso dazu wie ein starkes Signal für ein konstruktives Miteinander, es ist wichtig dass wir hier wahrgenommen werden."

Die Leipziger Unteilbar-Demonstration bildet den Auftakt für weitere Veranstaltungen des Bündnisses in Sachsen. „Uns geht es um den Zusammenhalt und die Verbundenheit aller, die für ein verständnisvolles und vorurteilsfreies Miteinander der Menschen eintreten“, so Unteilbar-Sprecher Maximilian Becker. Das Bündnis „Unteilbar“ zieht an diesem Samstag durch Leipzig, um für ein „verständnisvolles und vorurteilsfreies Miteinander“ zu demonstrieren. Zur Auftaktkundgebung waren nach Polizeiangaben etwa 1000 Personen - darunter viele Familien mit Kindern - unterhalb des Bayerischen Bahnhofs gekommen. Beobachter vor Ort berichten von anfänglich 1500 bis 2000 Teilnehmern, die im Laufe des Demonstrationszuges wesentlich mehr wurden. Nach der Demonstration sprechen die Veranstalter von 7500 Teilnehmern - 5000 hatten sie angemeldet. Eingeläutet wurde die Veranstaltung mit einem Brunch am Vormittag in der Straße des 18. Oktober.

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Im Anschluss an die Demo - ab 17 Uhr – geht es im Clara-Zetkin-Park eine Abschlussveranstaltung mit Musik und Redebeiträgen weiter. Bis 21 Uhr spielen unter anderem Sarah Lesch, Vocalconsort Leipzig, Sir Mantis, Reiser und Linksrum. Sprecher waren unter anderem die Pfarrerin der Thomaskirche Britta Taddiken, der Theaterregisseur Volker Lösch sowie Mitglieder der Bündnisse „Pödelwitz bleibt“, „Fridays for Future“ und „Ende Gelände“. Das Bündnis wird laut Veranstaltern getragen von Gewerkschaften, Verbänden und über 300 Organisationen, Vereinen und Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft und Politik. Im Oktober 2018 versammelten sich in Berlin etwa 250.000 Menschen zur ersten Demonstration von „Unteilbar".

afs/joka

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