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Weltgrößte Rassegeflügelschau

Tom Moss ist aus Kalifornien eingeflogen – wegen der Tauben

Die Arabischen Trommeltauben haben es Tom Moss aus Kalifornien angetan. Der Biologe kommt jedes Jahr zur Geflügelzüchterschau nach Leipzig. Er scheibt Artikel für ein Taubenzüchter-Magazin in den USA.

Die Arabischen Trommeltauben haben es Tom Moss aus Kalifornien angetan. Der Biologe kommt jedes Jahr zur Geflügelzüchterschau nach Leipzig. Er scheibt Artikel für ein Taubenzüchter-Magazin in den USA.

Leipzig.Hörst du die Geräusche?“, fragt Tom. „Es klingt, als ob sie lachen.“ Ganz hingerissen ist Tom Moss aus Monterey (Kalifornien) von den Arabischen Trommeltrauben. In endlos langen Käfig-Reihen gurren sie in Halle 3 der Neuen Messe. „Die da vorne an der Ecke besuche ich zwei-, dreimal am Tag. Sie kennt mich schon und spricht mit mir“, erzählt der Amerikaner augenzwinkernd.

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Artikel für US-Fachmagazin

Schon zum fünften oder sechsten Mal ist der 67-Jährige extra wegen der Rassegeflügelschau nach Leipzig geflogen. Er schreibt Artikel für das nationale Taubenmagazin „Purebred Pigeon“ in den USA, war früher Biologe, ist jetzt Rentner. „Jedes Jahr komme ich mit zwei oder drei verschiedenen Themen nach Leipzig, über die ich schreiben will“, erzählt der Amerikaner. Auch das Treiben in den Hallen, die Arbeit der Juroren, die Besitzer und ihr Hobby interessieren ihn. Auf seinen Fotos will er diesmal die Flügelzeichnung der Arabischen Trommeltauben in Nahaufnahmen festhalten.

Zutrauliche Vögel

Mit seiner Begeisterung für Arabische Trommeltauben ist der weit gereiste Besucher nicht allein. „Diese Rasse ist sehr zutraulich, deshalb interessieren sich auch junge Leute und Frauen dafür. Der Züchterverein hat Zulauf und wächst“, bestätigt Siegfried Felter aus Essen. Der 66-Jährige ist selbst Züchter von Trommeltauben und auf der Leipziger Ausstellung als einer von 543 Preisrichtern unterwegs. Er und seine Kollegen begutachten die Tiere. Da dieses Jahr in Leipzig gleich zwei nationale Schauen unter einem Dach vereint stattfinden, gibt es 550 Siegerschleifen zu gewinnen, werden Bundessieger und Landessieger gekürt.

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„Es gibt nichts Vergleichbares auf der Welt“, begründet Tom Moss, warum er immer wieder zur Rassegeflügelschau nach Leipzig übern großen Teich fliegt. Er besucht auch Ausstellungen in Kalifornien, „aber die sind viel kleiner“. Anfang des Jahres war er in Frankreich, diesen Monat reist er noch nach Holland und Polen, um neue Tauben-Geschichten auszugraben. In Leipzig bleibt er fünf Tage: „Ich gehe immer auf den Weihnachtsmarkt, laufe aber auch gern stundenlang rum und gucke nur. Die historische alte Stadt, die tolle Architektur interessieren mich.“

Leipzig ist Hochburg der Geflügelzüchter, der hiesige Verein feiert im März sein 150. Bestehen. Zwei der drei großen, anerkannten Bundes-Züchter-Schauen laufen bis Sonntag in Leipzig parallel, die „Nationale“ und die „Lipsia“. Die Teilnehmerzahlen sind so hoch wie lange nicht, Interessenten von fünf Kontinenten haben sich angemeldet. Trotz rückläufiger Züchterzahlen und hoher Altersstruktur – Leipzig ist für Freunde der Geflügelzucht ein Muss. Bis 2030 haben sich die Ausrichter der Schau ihre Messetermine schon fest gesichert.

Von Kerstin Decker

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