Rassismusvorwürfe

Umstrittener Leipziger Jura-Professor Rauscher verliert Posten des Erasmus-Beauftragten

Thomas Rauscher

Thomas Rauscher

LEIPZIG. Der mit Rassismusvorwürfen konfrontierte Professor Thomas Rauscher ist seinen Posten als Erasmus-Beauftragter der Juristenfakultät der Leipziger Uni los. Fortan hat Professorin Stephanie Schiedermair dieses Amt inne und kümmert sich um die Belange ausländischer Studierender. Nach Angaben des Nachrichtenportals „Tag24“ will Rauscher möglicherweise vor dem Verwaltungsgericht gegen die Fakultätsentscheidung klagen.

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Der 62-Jährige, der an der Uni das Institut für ausländisches und europäisches Privat- und Verfahrensrecht leitet, war in der Vergangenheit mehrfach durch Twitterbotschaften aufgefallen, die eine Protestwelle an der Uni und die Studentenaktion „Rauscher, rausch ab!“ auslösten. Unter anderem hieß es in seinen Tweets: „Ein weißes Europa brüderlicher Nationen. Für mich ist das ein wunderbares Ziel.“ Oder: „Wir schulden den Afrikanern und Arabern nichts. Sie haben ihre Kontinente durch Korruption, Schlendrian, ungehemmte Vermehrung und Stammes- und Religionskriege zerstört und nehmen uns nun weg, was wir mit Fleiß aufgebaut haben.“

Für dienstrechtliche Schritte sah das sächsische Wissenschaftsministerium nach eingehender Prüfung aber keine Handhabe, weil die über Rauschers privaten Twitter-Account verbreiteten Äußerungen vom Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt seien. Die „Rauscher, rausch ab!“-Petition trägt mittlerweile rund 18 500 Unterstützer-Unterschriften. Gefordert wird die Entlassung des beamteten Professors aus dem Uni-Dienst.

Von Mario Beck

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