Randale in Connewitz

Unbekannte greifen Polizisten im Leipziger Süden an - LKA ermittelt

Unbekannte haben eine Baustelle in der Bornaischen Straße in Leipzig-Connewitz angezündet.

Unbekannte haben eine Baustelle in der Bornaischen Straße in Leipzig-Connewitz angezündet.

Leipzig. Im Leipziger Stadtteil Connewitz haben Unbekannte in der Nacht zu Samstag Teile einer Baustelle angezündet und Einsatzkräfte angegriffen. Polizisten seien beim Eintreffen an der Bornaische Straße auf Höhe der Stockartstraße gegen 0.20 Uhr aus einer Gruppe von etwa 50 Personen „massiv mit Feuerwerkskörpern, Steinen und Flaschen beworfen“ worden, teilte die Leipziger Polizei am Samstagmorgen mit.

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Dabei seien zwei Beamte leicht verletzt und ein Streifenwagen beschädigt worden. Eine der Einsatzkräfte erlitt den Angaben nach ein Knalltrauma, eine andere Beamtin sei von einer Flasche getroffen worden.

Ein 32-Jähriger wurde festgenommen, kam aber den Angaben nach am Morgen wieder auf freien Fuß. Im näheren Umfeld der Baustelle hätten zudem mehrere Mülltonnen unter anderem an der Wolfgang-Heinze-Straße und am Netto-Parkplatz gebrannt. Das Polizeiliche Terrorismus- und Abwehrzentrum des Landeskriminalamtes Sachsen soll die Ermittlungen wegen schweren Landfriedensbruchs übernehmen.

Kritik an Gewalt

Der Linken-Stadtrat Oliver Gebhardt kritisierte die Attacken auf Polizei und Feuerwehrleute. „Ich bin entsetzt, welche Stufe von Gewalt in der letzten Nacht in Leipzig Connewitz erreicht wurde“, sagte der Fraktionssprecher für Ordnung und Sicherheit am Samstag laut Mitteilung. Gewalt dürfe nicht Mittel eines politischen Prozesses sein.

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Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) verurteilte den Vorfall laut einer Mitteilung vom Sonntag ebenfalls: "Brandstiftung und Landfriedensbruch sind nicht hinnehmbar und müssen mit aller Konsequenz durch die Justiz verfolgt werden. Es ist gut, dass im Freistaat bei Polizei und Justiz wieder Stellen aufgebaut werden. Bei den Krawallen sind auch Polizisten und Feuerwehrleute attackiert worden - das zeigt einmal mehr die Brutalität und Menschenverachtung der Täter. Wer sich nicht distanziert, macht sich gemein mit diesen Kriminellen. Eine klammheimliche Unterstützung kann es nicht geben."

In Leipzig hat es in den vergangenen Wochen wiederholt auf Baustellen gebrannt. So gingen etwa in der Nacht zum 3. Oktober drei Kräne in der Nähe des ehemaligen technischen Rathauses in Flammen auf.

Zum Vorfall in der Nacht zu Samstag sucht die Polizei Zeugen. Wer Hinweise geben kann, meldet sich in der Dimitroffstraße in Leipzig oder unter der Telefonnummer (0341) 96 64 66 66.

Von RND/dpa/iro/jhz

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