In Unterführung

Mädchen verletzt sich in Leipzig bei Unfall mit Feuerwerkskörper schwer

In dieser Unterführung in Leipzig-Liebertwolkwitz verletzte sich ein Mädchen bei der Explosion eines Feuerwerkskörpers schwer. Von der Blutlache sind noch deutlich die Reste zu sehen.

In dieser Unterführung in Leipzig-Liebertwolkwitz verletzte sich ein Mädchen bei der Explosion eines Feuerwerkskörpers schwer. Von der Blutlache sind noch deutlich die Reste zu sehen.

Leipzig. Auch am Tag danach sind die Blutspuren des Unglücks noch zu sehen: Drei Wochen nach dem Jahreswechsel ist es in Leipzig zu einem tragischen Feuerwerksunfall gekommen. Ein 14-jähriges Mädchen wurde bei der Explosion in Liebertwolkwitz schwer verletzt, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

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In diesem Tunnel in Liebertwolkwitz passiert das Unglück.

In diesem Tunnel in Liebertwolkwitz passiert das Unglück.

Der Unfall ereignete sich am Montag gegen 16.30 Uhr in der Bahnhofsallee. In der dortigen Bahnunterführung soll das Mädchen mit der Pyrotechnik hantiert haben. Um welche Art es sich dabei handelte, ob der Feuerwerkskörper unsachgemäß gezündet wurde oder einfach zu früh explodierte, konnte die Polizei mit Verweis auf die noch laufenden Ermittlungen nicht sagen. Das Mädchen wurde den Angaben zufolge am Kopf und an einer Hand schwer verletzt. Der Rettungsdienst brachte die Jugendliche zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz auf.

Das sagt das Sprengstoffgesetz

Ebenso wie die Umstände des Vorfalls ist bislang auch unklar, wie die 14-Jährige in den Besitz des Feuerwerkskörpers kommen konnte. Im Handel erhältliche Böller und Raketen dürfen laut Sprengstoffgesetz nur an Personen ab 18 Jahren verkauft werden. Auch die Verwendung dieser Feuerwerkskörper ist Jugendlichen nicht gestattet. Zudem dürfen sie nur zwischen dem 28. und 31. Dezember verkauft und am letzten sowie ersten Tag eines Jahres gezündet werden.

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Bereits in der Silvesternacht war es im Raum Leipzig zu einem folgenschweren Unfall bekommen. Damals verletzte sich ein 17-Jähriger in Otterwisch (Landkreis Leipzig) bei der Explosion eines mutmaßlich aus ausländischer Produktion stammenden Böllers. Noch in der Neujahrsnacht erlag er in einem Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Regionalleitstelle: Doppelt so viele Notrufe

Dass zum Jahreswechsel 2022/23 so viel Pyrotechnik wie lange nicht abgebrannt wurde, erlebten auch die Feuerwehren und Rettungskräfte in und um Leipzig. Nach Informationen der Branddirektion Leipzig waren am 31. Dezember und 1. Januar 2783 Notrufe in der für die Stadt Leipzig, den Landkreis Nordsachsen und den Landkreis Leipzig zuständigen Regionalleitstelle eingegangen. Vier Jahre zuvor, zum Jahreswechsel 2018/19, waren es noch halb so viele (1401). Die Zahl der Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst liegt darunter, da nicht jeder Notruf einen Einsatz auslöst oder mehrere Notrufe zu ein und demselben Sachverhalt eingehen. Die Branddirektion registrierte am 31. Dezember und 1. Januar insgesamt 1471 Einsätze (2018/19: 1210 Einsätze).Bundesweit diskutieren Politiker mittlerweile über ein Böllerverbot.

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