Trauer um Direktorin der Klinik für Vögel und Reptilien
:format(webp)/cloudfront-eu-central-1.images.arcpublishing.com/madsack/HHSSXHLVHNHOFJQHCPTGZ5QQWQ.jpg)
Maria-Elisabeth Krautwald-Junghanns, Direktorin der Universitätsklinik für Vögel und Reptilien, ist im Alter von 66 Jahren gestorben.
© Quelle: Swen Reichhold
Leipzig. Die Universität Leipzig trauert um die Direktorin der Tierklinik für Vögel und Reptilien, Prof. Dr. Maria-Elisabeth Krautwald-Junghanns. Wie die Universität mitteilte, ist Krautwald-Junghanns am Samstag gestorben. Sie wurde 66 Jahre alt.
Die Veterinärmedizinerin forschte und lehrte seit 1999 „äußerst erfolgreich und bis zuletzt mit außerordentlich großem Einsatz“, kommentierte Prof. Dr. Dr. Thomas Vahlenkamp, Dekan der veterinärmedizinischen Fakultät, den Trauerfall.
Nach Studium und Habilitation an der Justus-Liebig-Universität Gießen, übernahm Krautwald-Junghanns 1999 die Professur für Vogel- und Reptilienkrankheiten an der Universität Leipzig. Seit 2006 war sie Direktorin der Universitätsklinik für Vögel und Reptilien und wurde mehrfach für ihre Arbeit und Lehre ausgezeichnet.
Alternative zur Tötung Millionen männlicher Küken
Krautwald-Junghanns entwickelte mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ihrer Fakultät und der Universität Dresden eine Methode zur Geschlechtsbestimmung von Küken während der Brutzeit. Dabei wird das Ei mit Infrarotlicht durchleuchtet und so die DNA-Informationen des Kükens und damit das Geschlecht sichtbar gemacht – bereits nach 72 Stunden Brutzeit. Ausgebrütet werden danach nur die Eier mit weiblichen Küken. Das Projekt zur „in Ovo“ (lat. für „im Ei“) – Geschlechtsbestimmung bietet eine Alternative zur Tötung männlicher Küken.
LVZ