Stadtrat Leipzig

Vertrag über WC-Anlagen gebilligt, Toilettenkonzept für Parks gefordert

Bei gutem Wetter stark genutzt: der Clara-Zetkin-Park. Doch Toiletten fehlen. Nun wird eine Anlage an der Sachsenbrücke geprüft.

Bei gutem Wetter stark genutzt: der Clara-Zetkin-Park. Doch Toiletten fehlen. Nun wird eine Anlage an der Sachsenbrücke geprüft.

Leipzig. Es ist ein drückendes Thema: öffentliche Toiletten in Leipzig. Der Stadtrat hat den Vertrag mit der RBL Media GmbH abgesegnet, die ab 1. Juli 2019 über eine Laufzeit von 15 Jahren 20 WC-Anlagen auf öffentlichen Flächen betreiben soll – davon eine Vielzahl neuer Standorte. Die kommen beispielsweise auf dem Lindenauer Markt und am Hauptbahnhof sowie auf allen öffentlich gewidmeten Park&Ride-Plätzen hinzu (die LVZ berichtete). Geplant seien dabei neue Standorte in den Parks wie am Duft- und Tastgarten, im Richard-Wagner-Hain, Johannapark, Artur-Bretschneider-Park und Palmengarten. Die Stadt muss für die Errichtung der Anschlüsse sorgen. Kosten: 365 000 Euro in diesem und nächsten Jahr. „Damit erreichen wir einen großen Quantensprung“, so Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos).

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Toilettenkonzept für Parks angemahnt

Doch das sahen nicht alle Stadträte so optimistisch. „Was wir vermissen: ein Toilettenkonzept für die gesamte Stadt und die Parks“, so Sabine Heymann (CDU). Das sei vor allem für den stark frequentierten Clara-Zetkin-Park mit vielen Veranstaltungen überfällig. Neben Gastronomen haben auch Vereine wie das Zentrum für Gesundheitssport des BSV AOK Leipzig eine ziemliche Last zu tragen, weil viele Besucher auf ihre Toiletten gehen. In Nähe des Sportplatzes gibt es einen Spielplatz, einen Bolzplatz, einen öffentlichen Grillplatz sowie drei zum Grillen ausgewiesene Wiesen. Dazu kommt die von jungen Leuten als Treff bevölkerte Sachsenbrücke. Viele gehen dann in die Büsche pieseln. Gerade zu Zeiten, wo das WC im Gesundheitssportzentrum geschlossen ist.

WC an Sachsenbrücke wird geprüft

„Uns haben Schreiben von Eltern erreicht, die Angst um die Gesundheit ihrer Kinder haben“, sagte Sören Pellmann (Linke). Die Linken haben beantragt, Toiletten im Umfeld der Sachsenbrücke zu schaffen, um das Problem zu entschärfen. Das wird nun geprüft. Claus Müller (SPD): „Im Lene-Voigt-Park müsste auch eine Toilettenanlage installiert werden.“

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Beschlossen vom Stadtrat wurden zunächst nur die vertraglich mit der RBL Media GmbH geregelten Standorte. Dabei wird ein Vertrag mit der Wall GmbH ersetzt, die 18 Toilettenanlagen betreibt und der am 30. Juni 2019 ausläuft. Weitere Anlagen – beispielsweise jene in der S-Bahn-Haltestelle Markt – sind davon nicht berührt. Dort gibt es andere Pächter. Das vom Rat angemahnte Toilettenkonzept wird vom Stadtplanungsamt erst erarbeitet.

Von Mathias Orbeck

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