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Bergzeitfahren

69 historische Zweiräder und Gespanne knattern den Etzdorfer Berg hinauf

Auch klassische Rennmotorräder sind am Start. Bedingung ist, alle Zweiräder und Gespanne müssen vor 1990 zugelassen sein.

Auch klassische Rennmotorräder sind am Start. Bedingung ist, alle Zweiräder und Gespanne müssen vor 1990 zugelassen sein.

Roßwein. 69 Fahrer mit ihren historischen Zweirädern und Gespannen traten gestern an der Etzdorfer Straße in Roßwein an. Zum bereits 12. Mal organisierte das Feuerwehrmuseum Roßwein das nun schon traditionelle Bergzeitfahren und lockte Oldtimerfreunde aus nah und fern mit ihren Zweirädern an. Vor allem begeisterte die Motorsportveranstaltung etwa 600 Zuschauer, die am Straßenrand das Spektakel verfolgten.

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Zunächst konnte das Publikum aber im Fahrerlager auf dem Penny-Parkplatz die verschiedenen Maschinen und Maschinchen bestaunen. Da war von der Schwalbe und dem Spatz bis zum S51-Moped und dem überdachten Krause-Duo wieder einiges an DDR-Klassikern vertreten. Aber auch alt BMW, Javas , zwei Nimbus-Motorräder aus dänischer Produktion Baujahr 1937 und 1938, ein NSU-Motorrad aus dem Jahr 1936 und als ältester Klassiker auf der Strecke eine Ardie TM 500 aus dem Jahr 1928.

Gegen 11 Uhr startete der erste von zwei Läufen. Georg Riedel und Heiko Otto in der Uniform eines DDR-Volkspolizisten, schickten die Fahrer auf die Strecke. Ziel ist es, die 1,83 Kilometer bergauf in Richtung Etzdorf so gleichmäßig wie möglich zu fahren. Es geht darum, im zweiten Lauf möglichst auf die Sekunde genau, die gleiche Zeit bis zum Ziel zu benötigen. Die Fahrer kommen mittlerweile aus allen umliegenden Bundesländern nach Roßwein. Die weiteste Anfahrt hatte ein Teilnehmer aus Ulm.

Neben Spatz und Simson S 51 fliegen auch Schwalben den Etzdorfer Berg hinauf.

Neben Spatz und Simson S 51 fliegen auch Schwalben den Etzdorfer Berg hinauf.

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Wegen der vielen Simson-Mopeds, der jüngste Starter war hier 15 Jahre alt, wurden der Wettbewerb in zwei Kategorien, unter und über 70 Kubikzentimeter Hubraum, ausgetragen. Denn die größer motorisierten Maschinen müssen am Berg öfter schalten, das gleichmäßige Fahren ist so etwas schwieriger.

Detlev Binder, Vorsitzender des veranstaltenden Vereins Feuerwehrmuseum Roßwein, freut sich über die anhaltend hohe Resonanz auf das Roßweiner Bergzeitfahren, das sich mittlerweile zu einer Großveranstaltung gemausert hat. „69 Starter sind wieder ein neuer Rekord“, freut er sich. Doch der Erfolg der Veranstaltung hat viele Väter und Mütter. Denn der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Roßwein hilft bei der Versorgung der Gäste mit Speis und Trank, die Freiwillige Feuerwehr Gleisberg sichert ab, ebenso wie die Frauen und Männer vom Deutschen Roten Kreuz, Ortsverein Roßwein. „Es werden wohl mittlerweile 40 bis 50 Helfer sein, die uns beim Bergzeitfahren helfen“, so Detlev Binder.

Auch Gespanne fehlen nicht.

Auch Gespanne fehlen nicht.

Die Idee geht übrigens auf eine Straßenrennen in Roßwein zurück, das es von 1960 bis 1963 gab.

2019 gibt es übrigens die 13. Auflage des Roßweiner Bergzeitfahrens. Avisiert ist dafür der 7. Juli 2019.

Von Thomas Sparrer

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