Spendenaktion

„Ein Licht im Advent“ erfüllt Ute Friedrich Herzenswünsche

Mit Hilfe der LVZ-Spendenaktion bekommt Ute Friedrich einen Treppenlift für ihr Zuhause – und sie kommt ihrem Traum vom rollstuhlgerechten Umbau ihres Autos ein Stück näher.

Mit Hilfe der LVZ-Spendenaktion bekommt Ute Friedrich einen Treppenlift für ihr Zuhause – und sie kommt ihrem Traum vom rollstuhlgerechten Umbau ihres Autos ein Stück näher.

Zunschwitz. „Zu erleben, wie sehr die Leute mit mir gefühlt haben, ist überwältigend“. Ute Friedrich sitzt wieder in ihrer Küche. Dort, wo sie zu Beginn der LVZ-Spendenaktion „Ein Licht im Advent“ schon saß und ihre Geschichte erzählte. Diesmal liegt ein Spendenscheck vor ihr. Sie hält ihn mit beiden Händen fest, schaut immer wieder ungläubig darauf. 22.522 Euro haben die Menschen gespendet. Das ist mehr als sie sich erträumt hat, mehr als sie je hätte hoffen können.

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Erst am Morgen hat sie einen Umschlag aus dem Briefkasten genommen. Eine Karte mit Weihnachtswünschen fand sie darin, dazu den Satz „Für ein bisschen mehr Mobilität im neuen Jahr“ und etwas Geld. Von wem die Glückwünsche samt Spende kommen, weiß sie nicht. Es steht kein Absender darauf. Aber es zeigt, wie sehr die Menschen in ihrem Umfeld an ihrem Schicksal teilnehmen. Und das haben sie in den vergangenen vier Wochen stetig getan. Ute Friedrich erzählt von fremden Menschen, die sie angesprochen haben. Manche steckten ihr ein paar Scheine zu, vor allem aber sprachen sie ihr Mut zu.

An vielen Spendernamen hängt eine Geschichte

Beim Blick auf die Spenderliste füllen sich Ute Friedrichs Augen mit Tränen. Die Namen, die sie dort liest, sind ihr oftmals gut vertraut. Dahinter verbergen sich Geschichten, gemeinsame Anekdoten und Erinnerungen. Es sind enge Freunde, gute Bekannte, ehemalige Kollegen. Es ist die eigene Familie, die spendet. Es sind Nachbarn aus dem Ort. „Für mich ist das total überwältigend“, sagt die 55-Jährige. Und es ist mehr als die Spendensumme, die sie so rührt. Es ist die ungebrochene Anteilnahme, die ihr entgegen gebracht wurde. „Ich habe mit so vielen Menschen gesprochen, die gesagt haben: Wir wussten ja, was du durchgemacht hast, aber wie es dir in all den Jahren wirklich ging, das haben wir nicht geahnt“, sagt Ute Friedrich. Sie ist dankbar für jeden einzelnen, der gespendet hat. Für jeden Euro, für jedes liebe Wort. Für das Mitgefühl, das sie erfahren durfte.

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Insgesamt 22.522 Euro spendeten Sie, liebe Leserinnen und Leser, für unsere diesjährige LVZ-Spendenaktion. Ein Teil davon kommt unserem Partnerverein, der Diakonie Döbeln, zugute. Die Diakonie unterstützt uns bei der Organisation. Mit dem Geld kann nun noch mehr Menschen geholfen werden. Mit Beratungsangeboten und einer stets offenen Tür für diejenige, die allein nicht aus ihrem Unglück herausfinden. Runde 20.000 Euro landen bei Ute Friedrich. Und mit der Summe eine ganze Menge neuer Hoffnung. Denn mit Hilfe des Spendengeldes kommt die Zunschwitzerin gleich zwei Träumen ein ganzes Stück näher: ein Treppenlift für ihr Zuhause und der rollstuhlgerechte Umbau ihres Autos.

Angebot schon lange in der Schublade

Das Angebot für den Einbau eines Treppenlifts hat sie schon viele Jahre zuhause liegen. Bisher scheiterte es an den Eigenmitteln, denn die sind nötig, um Fördergeld bei der Sächsischen Aufbaubank für den kostenintensiven Einbau zu beantragen. Den Antrag konnte Ute Friedrich nun einreichen. Unterstützung dabei bekam sie vom Verein Lebenswertes Zuhause aus Meißen. Die Firma, die den Treppenlift in Ute Friedrichs Zuhause einbauen wird, steht auch auf der Spendenliste. Schon im Januar soll der Einbau starten. Für Ute Friedrich bedeutet das: Sie kann wieder in die obere Etage ihres Hauses, kann mit ihrem Mann gemeinsam im Schlafzimmer schlafen und wieder in ihrem kleinen Büro arbeiten.

„Das ist ein Weihnachtswunder“

Und auch für den Umbau ihres Autos kann die Zunschwitzerin dank der Spenden einen großen Teil der Kosten schon stemmen. Ein erstes Angebot hat sie schon vorliegen. In den nächsten Wochen möchte Ute Friedrich alles unter Dach und Fach bekommen. Dann kann sie vielleicht schon bald wieder ganz eigenständig, ohne auf jemanden angewiesen zu sein, durch die Gemeinde fahren. Denn dort gibt es einiges zu tun: Sie will die Bibliothek in Ottewig wieder aufschließen, im Döbelner VdK-Ortsverband mitwirken und hoffentlich schon bald wieder gemeinsam mit ihren Zschaitzer Frauen echte Vereinsarbeit leben.

Das, was Ute Friedrich in den vergangenen vier Wochen erlebt hat, bedeutet ihr viel. „Es ist ein Wunder, ein richtiges Weihnachtswunder“, sagt sie. Zu Heiligabend fährt sie mit ihrem Mann zu ihrer Tochter und den Enkeln. Im Herzen hat sie dabei ganz viel Hoffnung. „Das ist ein Weihnachten, was ich so schnell nicht vergessen werde.“

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Von Stephanie Helm

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