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Naturschutz

Radweg von Waldheim nach Rochlitz bekommt Alternativroute

Gute Laune bei der Eröffnung des ersten Radwegabschnittes in Waldheim. Doch jetzt gibt es Probleme mit einem geplanten Abschnitt.

Gute Laune bei der Eröffnung des ersten Radwegabschnittes in Waldheim. Doch jetzt gibt es Probleme mit einem geplanten Abschnitt.

Hartha.Der nächste Radweg-Abschnitt auf der ehemaligen Bahntrasse Waldheim-Rochlitz sollte eigentlich bald fertig sein. Doch so wie erhofft, lässt sich das Stück zwischen Waldheim und Hartha nicht bauen. Und wieder ist es der Naturschutz – wie beim geplanten Striegistalradweg – der Einwände hat. In der jüngsten Harthaer Stadtratssitzung sorgte das für einigen Frust.

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Ohne Klärung wird Alternativstrecke geplant

CDU-Stadtrat Christian Zimmermann brachte das Thema auf den Tisch. So kam zur Sprache, dass es Einwände dagegen gibt, die Radweg-Trasse durch die Fröhne zu führen, weil dort seltene Tiere leben würden. Zimmermann zur scheinbar treibenden Kraft: „Wobei man sagen muss, dass das in erster Linie Herr Mehnert ist.“ Tobias Mehnert ist der Vorsitzende des Naturschutzverbandes Sachsen und der Grünen Liga Sachsen.

Harthas Bauamtsleiter Ronald Fischer erklärte dazu: „Solange das nicht geklärt ist, müssen wir auf eine alternative Streckenführung ausweichen. Er hat das Recht auf seiner Seite.“ Die Alternativ-Route würde entlang der Umgehungsstraße führen und an den Hegweg anbinden.

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Höhere Kosten durch alternative Streckenführung

Christian Köhler von der CDU-Fraktion wollte wissen, ob durch die neu zu führende Trasse zusätzlich Kosten entstehen. Als Bauamtsleiter Fischer das bejahte, konnte Köhler nur noch fassungslos mit dem Kopf schütteln.

Frank Zenker von den Freien Wählern geht es ähnlich und spielt aufs Radfahren an: „Damit wird doch das ökologischste Fahrzeug blockiert, das es überhaupt gibt. Wem ist denn damit geholfen?“ Er forderte dazu auf, Tobias Mehnert in die nächste Ratssitzung einzuladen, wo dieser persönlich die Beweggründe für sein Engagement erklären soll. Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos) will das übernehmen.

Tobias Mehnert selbst sagt dazu: „Die Naturschutzverbände haben sich mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr auf eine andere Trassenführung geeinigt. Die Verbände sind erst nach Hinweisen von Bürgern aus der Region Hartha aktiv geworden, die sich um den Lebensraum von Vögeln, Eidechsen und Amphibien auf dem alten Bahndamm sorgen.“

Von Lisa Schliep, Olaf Büchel und Dirk Wurzel

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