Hartha

RB Leipzig zu Gast bei „De Middlsaxn“

Mit dem Fanschal um den Hals: Willi Orban, Robert Klauß und Uwe Matthias stehen Rede und Antwort.

Mit dem Fanschal um den Hals: Willi Orban, Robert Klauß und Uwe Matthias stehen Rede und Antwort.

Hartha. Es ist kurz vor halb sieben. Der Countdown läuft für ein Treffen, das lange ersehnt und an diesem Abend Wirklichkeit wurde. Knapp 100 Leute sitzen an den langen Tafeln in der Partyscheune ihres Clubdomizils in der Dresdener Straße in Hartha. Zwischen robusten Wagenrädern an den Wänden, weihnachtlichen Schwibbögen auf den Fensterbrettern und deftiger Bockwurst auf dem Teller reihen sich duzende gespannte Blicke aneinander. Fanschal, Trikot und Kappe sitzen. Das Handy steht scharf. Und dann das Stichwort: Sören Pauli, Stellvertreter des Clubvorstandes, pirscht mit Mikro bewaffnet um die Ecke und fragt: "Seid ihr bereit?". Euphorisiertes pfeifen, klatschen und rufen füllt den kleinen Saal. Und da kommen sie, brav in einer Reihe, um vor ihren Fans Platz zu nehmen. Drei ihrer RB Leipzig-Helden sind zu Gast in der beschaulichen Industriestadt und besuchen "De Middlsaxn". Das hieß am letzten Mittwoch vor allem eins: 90 Minuten pure Fanclub-Ekstase.

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Volles Haus für Orban & Co.

Als Innenverteidiger und Kapitän Willi Orban, Co-Trainer Robert Klauß und Sicherheitschef Uwe Matthias den Raum betreten, geht für viele ein großer Wunsch in Erfüllung. Einmal nah dran sein an ihren Stars. Pauli begrüßt die drei Rasenballer vor versammelter Truppe. Es ist ein großer Abend für alle. Mit 11 Mitgliedern hat er begonnen –der Fußballwahnsinn. An diesem Abend sitzen knapp 100 Leute an den mit Spekulatius und Lebkuchen gedeckten Tafeln. 90 davon Mitglieder des Fanclubs. Der Rest Sympathisanten, wie Vorsitzender Torsten Hamann sie gern nennt. Auch Harthas Bürgermeister Ronald Kunze zählt dazu.

Hartha RB Spieler besuchen Fanclub

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15 aus 50 – Das Glück auf ihrer Seite

Dass das Treffen überhaupt Wirklichkeit wurde, ist der Initiative des Vorstands zu verdanken und einer Prise Glück. RB Leipzig hatte die Möglichkeit eines Fantreffens ausgeschrieben. „De Middlsaxn“ bewarben sich und wurden unter 50 Anwärtern einer von 15 glücklichen offiziellen Fanclubs. „Es ist einfach toll, dass das geklappt hat. Wir haben eine tolle Besetzung bekommen. Der Kapitän ist hier, das ist der Jackpot“, freut sich Hamann. Er trägt, wie fast alle an dem Abend, stolz den eigenen Fanschal um den Hals. Auch Orban und Co. sollen später einen bekommen.

Fragenhagel: Die Fans nutzen die Gunst der Stunde

Am Kopf des Raumes sitzen die drei Leipziger vor groß gehisster Fanflagge, die auch am Nordtor in der Red Bull Arena prangert. Grün-weißer Hintergrund mit schnaufendem roten Bullen darauf. Die Fans können Fragen stellen. „Wir haben einen gemeinsamen Chat, indem wir im Vorfeld schon ein wenig gesammelt haben. Der Rest sollte einfach spontan kommen“, erklärt Pauli. Und so war es auch. Vor allem die Jüngsten fassten sich ein Herz und löcherten ihre Fußballstars über sportliche aber auch private Themen. Gewusst wie.

Ein Fan- und Familienabend

Das Treffen ist auch ein guter Anlass, sich in großer Runde wiederzusehen. Fast alle Mitglieder sind gekommen. Auch Ingolf Hamann ist mit zwei seiner drei Kinder mit von der Partie, er ist der Bruder des Vereinsvorstandes. Sein Kleinster Benjamin ist zwei Jahre und an diesem Abend nicht dabei. Dafür halten Jasmin und Domenic die Stellung. Sein Ältester spielt selbst Fußball in Hartha. Hamann versucht ihn, wenn möglich, auf jedes Spiel der Bullen mitzunehmen. „Das ist das schöne an dem Verein. Es ist ein Familienclub“, erklärt er. Aktives Fan sein gehörte für ihn bis die Roten Bullen kamen zur Vergangenheit. Zu viele ostdeutschen Vereine strichen nach und nach die Segel in der ersten Liga. Das schmerzte das Fanherz.

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Auf einen Schnappschuss im Clubraum: Stilecht auf Kunstrasen empfangen „De Middlsaxn“ ihre Leipziger.

Auf einen Schnappschuss im Clubraum: Stilecht auf Kunstrasen empfangen „De Middlsaxn“ ihre Leipziger.

Nach dem Fragen stellen, heißt es Schlange stehen für das Foto oder die Signatur, die in den Kinderzimmern oder dem Vereinssitz zukünftig Wände zieren werden. Erinnerungen an einen unvergesslichen Abend und einen Meilenstein der jungen Clubgeschichte.

Von Lisa Schliep

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