Energiekrise

Roßwein spart Energie – hier spürt es der Bürger

Der Roßweiner Rathaussaal soll demnächst freigelenkt werden und unbenutzt bleiben.

Der Roßweiner Rathaussaal soll demnächst freigelenkt werden und unbenutzt bleiben.

Roßwein. Roßweins Stadtverwaltung hat neue Öffnungszeiten. Statt Dienstags bis 19 Uhr, hat das Rathaus jetzt nur noch bis 18 Uhr geöffnet. Auch die Samstagsöffnungszeit einmal im Monat fällt weg. Der Grund für diese Einschränkungen ist laut Verwaltungschef und Bürgermeister Hubert Paßehr (CDU) der Anspruch, effizienter zu arbeiten – energieeffizienter. Die Arbeitszeiten der Mitarbeiter werden so auf einen kürzeren Zeitraum komprimiert, so dass beispielsweise unnötiges Heizen vermieden wird. Da es sich bei den eingesparten Zeiten um wenig frequentierte handelt, mache es Sinn. Der Bürger habe trotzdem weiterhin die Möglichkeit, extra Termine mit dem gewünschten Amt zu vereinbaren, wenn er innerhalb der normalen Öffnungszeiten nicht vorbeikommen kann.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Lieber die Leute sensibilisieren

Auch an anderen Stellen hat Roßwein bereits optimiert, um den Einsparaufforderungen nachkommen zu können. Im Stadtbad sind die Temperaturen heruntergeregelt worden, den Warmbadetag am Freitag gibt es beispielsweise nicht mehr. Das, so Paßehr, habe auch schon zu einem Besucherrückgang geführt.

Lesen Sie auch

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die städtischen Einrichtungen haben allesamt eine entsprechende Handlungsanweisung bekommen. „Türen zu, Stoßlüften, Räume nicht auf 23 Grad hochheizen“, beschreibt Paßehr kurz die gängigen Möglichkeiten, schon mit kleinen Aufmerksamkeiten Einsparungen zu ermöglichen. Er will die Leute vor allem sensibilisieren für den vernünftigen Umgang mit Ressourcen. Das findet er nachhaltiger, als beispielsweise die Temperaturen in den Büros auf die empfohlenen 19 Grad abzusenken. „Was nützt mir das, wenn die Mitarbeiter dann krank werden.“ Die 19 Grad seien zwar als Richttemperatur in den Handlungsanweisungen mit vermerkt, besser sei es es jedoch, bewusst die Türen hinter sich zu schließen.

Keine Veranstaltungen aufgeben um Energie zu sparen

Die Öffnungszeiten im Rathaus sind zwar angepasst worden, doch Büros habe man nicht geschlossen, um etwa weitere Einsparungen vornehmen zu können. Dennoch denke man täglich darüber nach, wie man mit vielen kleinen Schritten Veränderungen bewirken kann. Deshalb ist der Rathaussaal auch ins Visier gerückt. Bis zum Neujahrsempfang soll der Saal noch genutzt werden. „Wenn es dann kalt wird, wollen wir versuchen, den großen Saal freizulenken, um ihn nicht heizen zu müssen.“ Aktuell habe es dafür noch keine Veranlassung gegeben. Außerdem wäre es schade gewesen, wenn der einzige große Veranstaltungsraum in der Stadt jetzt nicht zur Verfügung gestanden hätte. In den zurückliegenden Wochen war die Veranstaltungsdichte im Rathaus enorm hoch, die Besucherzahlen gerade auch bei der neu ins Leben gerufenen Herbstmusik hätten gezeigt, dass diese Angebote wichtig sind und bei aller Bereitschaft für Einsparmaßnahmen abgewogen werden müsse. Die aktuell milden Temperaturen seien dem Vorgehen der Stadt zuträglich.

Laden Sie sich jetzt hier kostenfrei unsere neue LVZ-App für Android und iOS herunter.

Von Manuela Engelmann-Bunk

Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken