Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

„Ein Licht im Advent“

Bad Dübener Familie von LVZ-Aktion überwältigt

Bruno (15), Dirk (49), Arne (13) und Janine (38) Wendel – alle sitzen zusammen am Tisch mit Frank Pfütze, LVZ-Redaktionsleiter, der die vierte Kerze anzündet.

Bruno (15), Dirk (49), Arne (13) und Janine (38) Wendel – alle sitzen zusammen am Tisch mit Frank Pfütze, LVZ-Redaktionsleiter, der die vierte Kerze anzündet.

Bad Düben.14 479,94 Euro – die Summe bringt die Bad Dübener Familie Wendel zum Staunen. Alle sitzen am Tisch, vor ihnen die Adventskerzen, alle auf gleicher Höhe abgebrannt. „Ich habe das alles erst bei Dirks Rückkehr am Sonntag geschmückt, die Kerzen haben wir auch erst am Sonntag angezündet“, erzählt Janine Wendel (38). In den vergangenen Wochen wurde im Rahmen der LVZ-Aktion „Ein Licht im Advent“ Geld gesammelt für alternative Behandlungen der besonderen Rheumaerkrankung von Dirk Wendel.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Als Frank Pfütze, Leiter der LVZ-Lokalredaktion Delitzsch-Eilenburg, mitteilt, dass bisher 14 479,94 Euro zusammengekommen sind, verschlägt es Familie Wendel zunächst die Sprache. Dirk Wendel schüttelt leicht den Kopf: „Das ist unglaublich. Wir sind so dankbar für die ganze Unterstützung. Das kann ich noch gar nicht richtig glauben.“ Das Ehepaar schaut sich an und sucht nach Worten. „Wahnsinn! Wir wollen allen Menschen, allen Lesern und allen Unterstützern danken, auch für die Tipps, die wir bekommen haben“, Janine Wendel ist glücklich, freut sich auf das bevorstehende Weihnachtsfest in Familie.

Nun kehrt Weihnachtsstimmung ein

Sie zeigt auf den Weihnachtsbaum: „Sogar den habe ich aufgestellt, als klar war, dass mein Dirk heimkommt, auch wenn man schon durchschauen kann, durch unseren alten Plastikbaum. Der gehört dazu.“ Drei Wochen war Dirk Wendel in der Reha. Dort wurde unter anderem festgestellt, dass er mit dem aktuellen Krankheitsverlauf erstmal nicht arbeiten kann. „Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Dass ich wieder arbeiten gehen kann, ist mein großes Ziel. Vielleicht helfen die neuen Medikamente“, fasst der ehemalige Disponent bei Profiroll seine aktuelle Lage zusammen. Die Schmerzen sind weiterhin da: Ein Klickregal hat er mit Sohn Bruno aufgebaut „danach musste ich mich erstmal wieder ausruhen“, erzählt er traurig.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Während der Reha wurden erneut die Medikamente abgesetzt. Im Januar sollen sie umgestellt werden. Während in den ersten Wochen ständig Blut abgenommen wird, um zu sehen, ob es wirkt, kann man eine richtige Wirkung erst nach einem Vierteljahr erkennen. „Ich habe jetzt dreimal Pech gehabt mit dem Medikament, vielleicht klappt es beim nächsten Mal“, lächelt Dirk Wendel. Für die Weihnachtstage ist nun Familienzeit geplant. Einige Rommé-Spiele wird es mit der an Demenz erkrankten Oma Ruth (84) geben. Die Weihnachtsgans hat Janine Wendel für die Feiertage bereits vorbereitet.

Mit einer neuen Aufgabe ins neue Jahr starten

Der Fußball wird im neuen Jahr auch eine große Rolle bei Familie Wendel spielen, der Trainer des VfL 96 Tornau hat Sohn Arne die Leidenschaft für den Sport weitergegeben. Er spielt seit zwei Jahren beim SV Laußig. Auch seine Mannschaft und deren Familien haben für die Familie Wendel gespendet. Aber auch sein großer Bruder Bruno möchte sich nun im Familiensport Fußball einbringen. Zusammen beginnen die Söhne am 8. Januar ihre Schiedsrichterausbildung und bringen sich so ehrenamtlich in ihrem Sport ein. „Und man kann das Taschengeld ein bisschen aufbessern“, lacht Bruno.

Von Juliane Staretzek

Mehr aus Bad Düben

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.