Dirk Wendel

„Ein Licht im Advent“: Spenden für Dübener – sein Fußballteam steht hinter ihm

Ein Bild aus den Anfängen: Dirk Wendel (rechts) beim ersten Spatenstich für den Fußballplatz. Der Verein wurde 1995 gegründet. Foto rechts: Dirk Wendel spielte viele Jahre für den VfL 96 Tornau, hier ein Bild aus seiner aktiven Zeit.

Ein Bild aus den Anfängen: Dirk Wendel (rechts) beim ersten Spatenstich für den Fußballplatz. Der Verein wurde 1995 gegründet. Foto rechts: Dirk Wendel spielte viele Jahre für den VfL 96 Tornau, hier ein Bild aus seiner aktiven Zeit.

Bad Düben/Tornau. Dirk Wendel ist aktuell bei seiner Reha. Mit einer Radontherapie wird dort versucht, gegen die starken Schmerzen und das Rheuma anzukommen. Mit der Krankheit, die seit letztem Herbst sein Leben auf den Kopf stellt, fühlt auch seine Mannschaft mit. Der Bad Dübener ist Trainer beim VfL 96 Tornau.

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Die 16 Meter hohen Lichtmasten spenden auch während der dunklen Jahreszeit genug Licht, um mittwochs, 18.30 Uhr, das Training auf dem Platz zu ermöglichen.

Die 16 Meter hohen Lichtmasten spenden auch während der dunklen Jahreszeit genug Licht, um mittwochs, 18.30 Uhr, das Training auf dem Platz zu ermöglichen.

Dirk Wendel ist seit Anfang an dabei

Seit 26 Jahren gibt es den VfL 96 Tornau. Diese Woche stand sogar das Jubiläum ins Haus. Unter den aktuellen Bedingungen kann es allerdings nicht so gefeiert werden. Der Vereinsraum bleibt leer. „Aber wenn man bedenkt, dass die Gründung schon wieder 26 Jahre her ist – das fühlt sich verrückt an“, Lutz Guthe staunt selbst über den Werdegang des Vereins. Wer fit im Kopfrechnen ist, dem fällt auf, dass man bei dem 26. Jahrestag im Jahr 1995 landet, der Verein aber VfL 96 Tornau heißt. „Die Gründung eines Vereins geht nicht so schnell, wir wollten alles in Ruhe angehen, aber dann musste es im Herbst 1995 doch plötzlich ganz schnell gehen“, erzählt der Vorsitzende als wäre es gestern gewesen, dass Dirk Wendel und weitere junge Männer auf den damals 37-Jährigen zukamen.

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Von Anfang an dabei: Dirk Wendel (rechts) beim ersten Spatenstich für den Fußballplatz. Der Verein VfL 96 Tornau wurde 1995 gegründet.

Von Anfang an dabei: Dirk Wendel (rechts) beim ersten Spatenstich für den Fußballplatz. Der Verein VfL 96 Tornau wurde 1995 gegründet.

Dirk Wendel ist seit dem ersten Spatenstich für den Fußballplatz mit dabei. Nicht nur auf dem Platz, auch drum herum ist viel entstanden. So auch ein Anbau mit Umkleiden und Vereinsraum. Dieser ist einladend in grün und weiß, den Farben des Vereins, gehalten. Hier kommen die Fußballer nach dem Spiel zusammen oder treffen sich auch für die ein oder andere Feier. Direkt daran angrenzend gibt es eine kleine Turnhalle, welche von der ehemaligen Schule nebenan übrig geblieben ist. Dort treffen sich die Frauensportgruppe, die Tischtennisgruppe und die Seniorengruppe wöchentlich für ihre Übungen.

Hier treffen sich die Seniorensportgruppe sowie die Frauensportgruppe. Die ganze Familie Guthe ist im Verein vertreten. Die Schwester von Lutz Guthe bei den Frauen, seine Mutter mit über 80 bei den Senioren.

Hier treffen sich die Seniorensportgruppe sowie die Frauensportgruppe. Die ganze Familie Guthe ist im Verein vertreten. Die Schwester von Lutz Guthe bei den Frauen, seine Mutter mit über 80 bei den Senioren.

Der Mittwochabend jedoch gehört den Fußballern. Unter der Flutlichtanlage, welche aus ehemaligen Straßenbeleuchtungsmasten und neuen Hochleistungsstrahlern besteht, können die Spieler auch in den dunklen Monaten trainieren. Im Sommer schützt eine Bewässerungsanlage den Platz vorm Austrocknen. Daneben lädt ein großes, neues Holzkonstrukt zum Verweilen ein. Alles, was man sieht, ist durch Engagement von Freiwilligen und mit finanzieller Hilfe aus Fördertöpfen entstanden.

Auch der Grill ist integriert – so kann man gemütlich den Spieltag ausklingen lassen.

Auch der Grill ist integriert – so kann man gemütlich den Spieltag ausklingen lassen.

Alles Macher!

„Dirk Wendel und seine ganze Familie, das sind alles Macher“, sagt Lutz Guthe. Immer wenn etwas zu tun ist – die Familie Wendel ist am Start. „Dirk Wendel ist es sowieso seit Anfang an“, berichtet der 63-Jährige, „jedoch ohne die Unterstützung von Janine Wendel, könnte Dirk gar nicht so präsent für das Team sein, wenn die Familie nicht dahinter steht, geht das nicht“. Janine Wendel kommt auch hier mit ihrem Organisationstalent gut an.

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Der Vorsitzende schwärmt: „Wenn es mal darum geht, einen Salat zu machen oder die Waffeln beim Biathlon zu verkaufen. Janine bringt sich immer ein.“ Biathlon – Sie haben richtig gelesen. Wenn der Schneefall es hergibt, organisiert der VfL 96 Tornau einen Biathlon-Wettkampf. Aus einer flapsigen Idee beim gemeinsamen Skiausflug wurde das Winterhighlight des Dorfes. Auch hier wird alles in Eigenregie selbst gebaut, abgesichert und umgesetzt. „40 Leute engagieren sich hier an dem Wochenende – und das auch alles spontan, „man muss ja schnell reagieren, wenn es schneit“, Lutz Guthe merkt man die Wurzeln im Ort an.

Dirk Wendel übernimmt Verantwortung

Die schnelle Reaktion ist auch bei der Aufstellung der Mannschaft gefragt. Vor zwei Jahren ist Dirk Wendel das letzte Mal selbst als Torwart eingesprungen. Seit der Gründung 1995 steht er selbst auf oder am Platz. Nachdem er jahrelang die Doppelrolle Spieler und Trainer bekleidete, tauschte er vor ein paar Jahren das Trikot endgültig gegen das Klemmbrett. „Dirk Wendel ist schon immer jemand, der sagt: ,Es muss ja weiter gehen, dann übernehme ich das halt’“, erzählt der Vereinsvorsitzende.

Dirk Wendel (rechts) spielte lange für den VfL 96 Tornau, ehe er die Trainerposition übernahm.

Dirk Wendel (rechts) spielte lange für den VfL 96 Tornau, ehe er die Trainerposition übernahm.

Aktuell übernimmt ein Spieler das Training mit der Mannschaft und stimmt sich mit Dirk Wendel ab, beschreibt in welcher Verfassung die einzelnen Spieler sind. Danach passt der 49-Jährige die Aufstellung an, schaut sich auch die Gegner genauer an und versucht, sein Team so gut es geht aus der Ferne zu unterstützen. Wenn die Beschwerden gering sind, schaut er auch beim Spiel oder in seltenen Fällen beim Training vorbei.

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Mit der Aktion "Ein Licht im Advent" will die LVZ Geld sammeln, um Dirk Wendel mehrfach im Jahr eine helfende Kältetherapie oder andere Behandlungen zu ermöglichen. Hier wird erklärt, wie man spenden kann.

Von Juliane Staretzek

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