Sommerfest

Erntezeit im Bad Dübener Gemeinschaftsgarten

Torsten Reinsch und Elisabeth Meyer-Renschausen (Vordergrund) ernten die ersten Zucchinis im Bad Dübener Gemeinschaftsgarten.

Torsten Reinsch und Elisabeth Meyer-Renschausen (Vordergrund) ernten die ersten Zucchinis im Bad Dübener Gemeinschaftsgarten.

Bad Düben. Selbsgebackener Kuchen, Kaffee und Tee stehen im Gewächshaus des Bad Dübener Gemeinschaftsgartens am Wasserturm für die Gäste beim Sommerfest bereit. Das Team des Projektes „Urban Gardening geht aufs Land“ im Naturpark Dübener Heide hat in Kooperation mit der Bahnhofsgenossenschaft Dübener Heide zum Treff eingeladen. Im Mittelpunkt steht dabei das Gewächshaus, der Kommunikationspunkt des Gartens. Hier lädt die Gartengruppe zum kleinen Schmaus ein.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Salate, Radieschen und Bohnen wachsen

Seit dem Frühjahr 2017 läuft das Projekt in Sichtweite des Bad Dübener Bahnhofes. Auf 2000 Quadratmeter Fläche sind Beete angelegt worden. „Wir haben aktuell zehn Gärtner. Das sind zum Beispiel Fahad, Hussain, Shahid und Anwat aus dem Pakistan“, erzählt Projektleiter Torsten Reinsch. Aber auch Bad Dübener kämen regelmäßig. „Sie alle haben sich einen kleinen Bereich angelegt, wo sie zum Beispiel, Salate, Radieschen oder Bohnen zum Eigenverbrauch angelegt haben. Auf den Gemeinschaftsbeeten wachsen dann Zucchini und Kartoffeln. Solche Sachen nutzen wir entweder für unsere Kochabende oder bieten sie auf dem Frischemarkt an“, so Reinsch.

Nach und nach kommen zum Fest mehr Besucher in den Garten. Auch Nachbarn aus dem Kleingartenverein Am Schwarzbach schauen vorbei. Dem Vorsitzenden Jürgen Schwertner gefällt die Idee. „Das haben sie bisher gut gemacht. Wenn sie Fragen haben, stehen wir auch mit Rat und Tat zur Seite“, so Schwertner.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Wie weiter nach dem Projektende?

Für Torsten Reinsch ist das Projekt wichtig und soll auch nach den Ende fortgeführt werden. „Wir wollen jetzt schon dafür die Weichen stellen. Denn das soziale Gärtnern soll Schule machen. Deswegen diskutieren wir mit einem engen Personenkreis, wie es weitergehen soll. Gründen wir einen eigenen Verein oder schließen wir uns beispielsweise dem Verein Dübener Heide an.“ Über diesen läuft derzeit das Gartenprojekt. „Solche Dinge sollen im Laufe des Jahres geklärt werden“, kündigt Reinsch an.

Im Laufe des Nachmittages gibt es noch verschiedene Vorträge wie „Die Gesundheit des Gärtners beginnt am Tor zum Garten“ mit der Expertin Freya Hörnig. Und Stefan Röhling erzählt zum Thema „Gartengestaltung im Spannungsfeld zwischen Individualismus und Gemeinschaft“.

Bienenkästen-Bau und Kochabende

Im Sommer warten weitere Projekte auf die Hobbyärtner. So sind neben verschiedenen Workshops zum Thema Insektenhotel und Bienenkästen-Bau auch Kochabende geplant. Und das kleine Gewächshaus soll ein kleiner Veranstaltungsort für Kunst und Kultur werden.

Unter dem Titel „Urban Gardening geht aufs Land“ läuft seit März des vergangenen Jahres im Naturpark Dübener Heide das für zwei Jahre vom Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung geförderte Gemeinschaftsgartenprojekt. In diesem wird erprobt, ob und wie sich die städtischen Erfahrungen des Gemeinschaftsgärtners in den ländlichen Raum der Dübener Heide übertragen lassen. Ein weiterer Gemeinschaftsgarten in der Region befindet sich übrigens bei Kemberg in der Gniester Schweiz im Landkreis Wittenberg.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Von Steffen Brost

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen