Selbsthilfe-Werkstatt

Frischzellenkur für alte Fahrräder in Bad Düben

Vasily Atanov (links) und Michael Marschall schrauben an den Fahrrädern. Die Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt ist immer donnerstags geöffnet.

Vasily Atanov (links) und Michael Marschall schrauben an den Fahrrädern. Die Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt ist immer donnerstags geöffnet.

Bad Düben. Der Andrang ist jeden Donnerstag immer recht groß. Meistens haben es die Besucher der Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt in Bad Düben auf ein paar gut erhaltene Fahrradteile oder gar gleich auf einen kompletten Drahtesel abgesehen. Viele kommen aber auch zum Reparieren.

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Selbsthilfewerkstatt gibt es seit acht Jahren

Seit fast acht Jahren gibt es die kleine Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt beim Jugendmigrationsdienst der Diakonie im Postweg. Vasily Atanov ist seit zwei Jahren Chefschrauber. Hin und wieder helfen im ein paar Jugendliche oder Erwachsene. „Wir haben das Projekt vor fast acht Jahren mit jugendlichen Spätaussiedlern begonnen. Hintergrund war deren Beschäftigung. Seitdem hat sich das Projekt mit der Fahrradwerkstatt sehr gut entwickelt. Uns werden die fertigen Räder quasi aus den Händen gerissen. Nach der Winterpause geht es jetzt in die neue Radsaison“, erzählt Michael Marschall vom Jugendmigrationsdienst.

Räder werden ertüchtigt

Durch einen Kooperationsvertrag mit dem Landkreis Nordsachsen bekommt die Fahrradwerkstatt regelmäßig alte Fahrräder und Einzelteile vom Wertstoffhof zum Weiterverwenden. Aber auch private Menschen können ihre ausgedienten Fahrräder jeden Donnerstag von 14 bis 16 Uhr direkt vorbeibringen. In der Werkstatt erwecken sie Vasily Atanov und seine Mannschaft zu neuem Leben. „Es ist gar nicht schlimm, wenn die Fahrräder einen schlechten Zustand haben. Wir machen sie in der Werkstatt wieder verkehrssicher, bringen Beleuchtung und Reflektoren an, machen die Bremsen funktionstüchtig und geben auch mal einen neuen Anstrich, wenn der Rost gar zu sehr dran nagt. Anschließend gehen sie für ein paar Euro wieder raus. Oftmals an solche Kinder und Erwachsene, die sich kein neues Fahrrad leisten können. Das betrifft nicht nur Zugewanderte, sondern auch Deutsche“, so Marschall weiter.

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Obolus dient Materialbeschaffung

Der kleine Obolus, der bezahlt werden muss, dient der Materialbeschaffung. Denn Fahrradersatzteile sind nicht billig. Das Projekt muss zudem ohne Geld auskommen und ist auf Spenden angewiesen.

Nach der Winterpause ist jetzt erst einmal eine Inventur geplant. Danach folgt die Jahresplanung bis Oktober. In den nächsten Tagen will die Fahrradmannschaft auch verstärkt Werbung machen, damit viele wissen, das es jetzt wieder losgeht.

Von Steffen Brost

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