Dübener Heide

Naturspielplatz ist neue Attraktion in der Heide-Köhlerei

Mädchen und Jungen eines Feriencamps in der Dübener Heide nahmen den neuen Holzspielplatz in der Köhlerei Eisenhammer dieser Tage in Betrieb.

Mädchen und Jungen eines Feriencamps in der Dübener Heide nahmen den neuen Holzspielplatz in der Köhlerei Eisenhammer dieser Tage in Betrieb.

Tornau. Sommerferien machen Spaß. Das erleben in den Ferienwochen zahlreiche Mädchen und Jungen in der Köhlerei Eisenhammer, mitten im Naturpark Dübener Heide. Seitdem das Leipziger Ehepaar Norma und Jörn Austinat die Köhlerei vor gut einem Jahr von Vorbesitzer Hans-Joachim Lindner übernahm, hat sich viel getan. Mittlerweile gibt es sogar eine Stiftung Köhlerei Eisenhammer. Die soll sich um den Erhalt des alten Handwerks kümmern. Aber auch sogenannte Bildungstage werde seit einigen Monaten erfolgreich durchgeführt. „Wir haben damit im vergangenen Jahr angefangen. Das Angebot richtet sich vor allem an Kindertagesstätten und Schulen. Aber auch Feriengruppen kommen her“, sagt Norma Austinat.

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Führungen für Kitas und Schulen

Jeder Bildungstag hat ein festes Programm. Es gibt eine altersgerechte Führung über das Köhlereigelände sowie einen Einblick in das Handwerk. Danach wird gegrillt und alle können sich frei auf dem Areal bewegen.

Beim Rundgang legen Norma und Jörn Austinat viel Wert auf die Geschichte. Dafür wurden in den zurückliegenden Monaten auch die alten Erdmeiler wieder in Gang gebracht. Damit wurde schon vor über 100 Jahren Holz zu Holzkohle verwandelt.

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Banken-Stiftung hilft

Die Betreiberin stellte in den vergangenen Monaten fest, dass man bei den Bildungstagen noch irgendetwas zum Toben für die Kinder brauchte und kam auf die Idee eines Spielplatzes. Sie entwickelte ein Konzept für einen Natur- und Holzspielplatz. „Die Kosten mit rund 15 000 Euro waren ziemlich hoch. Nach etlichen Klinkenputzen übernahm eine deutschlandweite Stiftung der Volksbanken die Kosten und wir konnten das Projekt umsetzen“, freut sich Norma Austinat. Und so entstand jetzt ein riesiger Spielplatz mit Rutschenturm, Wippe, Nestschaukel, Kletterwand und Sandskasten für die ganz Kleinen – ein richtiger Abenteuerspielplatz.

Museum soll entstehen

Als nächsten Schritt will das amtierende Köhlerliesel auch den alten Schuppen am Eingang zur Köhlerei wieder auf Vordermann bringen. Hier sollen ein kleines Museum und ein Seminarraum entstehen, in dem unter anderem auch der im Jahr 1979 von der Eilenburger Amateurfilmgesellschaft gedrehte Film „Der letzte Meiler“ gezeigt werden soll.

„Sämtliche Einnahmen aus unseren Bildungstagen fließen in unsere Stiftung, damit wir unsere ganzen Ideen Schritt für Schritt zum Erhalt des traditionellen Köhlereihandwerkes umsetzen können“, so die 39-Jährige.

Das nächste Event steht bereits vor der Tür. Am dritten August-Wochenende findet das nächste Köhlereifest statt. Es gibt Jagdhornspiel, eine Handwerkerschau, Kettensägenkunst sowie ein buntes Bühnenprogramm.

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Von Steffen Brost

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