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Wohnungsbaugesellschaft

Wohnungssanierung gegen Leerstand in Bad Düben

Das Wohngebiet Am Schalm wurde neu gestaltet. Nur die obersten Wohnungen lassen sich schwer vermieten.

Das Wohngebiet Am Schalm wurde neu gestaltet. Nur die obersten Wohnungen lassen sich schwer vermieten.

Bad Düben.Die Wohnungsbaugesellschaft Bad Düben hat die Zukunft im Visier. Dafür nimmt sie zur Zeit viel Geld in die Hand und saniert Schritt für Schritt ihre Wohnungen und Gebäude. Aktuell ist das Unternehmen im Besitz von 620 Wohnungseinheiten in der Kurstadt. Dazu kommen noch 547 Wohnungseinheiten in Fremdverwaltung, vorwiegend in Laußig. Der Leerstand beträgt aktuell 14 Prozent.

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Vor über einem Jahr lag der noch bei 15 Prozent. Damals erhoffte sich Geschäftsführerin Bettina Czerwonatis, durch Zuzug den Leerstand auf eine einstellige Prozentzahl zu senken. Das gelang aber nur bedingt. "Die Lösung kann nur heißen, sanieren, sanieren und nochmals sanieren. Die Menschen wollen in moderne Wohnungen ziehen. Gegenüber dem Vorjahr haben wir unseren Bestand von 639 auf 620 Wohnungen reduziert. Wir haben Gebäude verkauft, leergelenkt und abgerissen", so Czerwonatis.

Viele Mieter wollen nicht mehr oben wohnen

Davon betroffen ist der Gutshof 5 in Tiefensee mit fünf Wohnungen, der Alaunwerksweg 38 mit sechs Wohnungen sowie der Neumarkt 14 mit fünf Wohnungen. Letztere sollen demnächst abgerissen werden. Ideen für eine Neugestaltung gibt es bereits. Außerdem wurden im Mehrfamilienhaus im Windmühlenweg 28 drei sehr kleine Dachgeschosswohnungen stillgelegt. „Die meisten Mieter wollen nicht mehr ganz oben wohnen. Gerade ältere zieht es in die unteren Etagen wegen der vielen Treppen. Die Senioren wollen außerdem so lange wie es nur möglich ist in ihren eigenen Wohnungen bleiben“, sagte Czerwonatis weiter.

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Wohnungen werden altersgerecht gestaltet

Dafür gestalte man gerade in den unteren Wohnungen besonders altersgerecht wie beispielsweise mit bodengleichen Duschen. Oftmals würden sie erst im Alter aus ihren Dörfern in die Stadt ziehen, weil hier eine bessere Infrastruktur vorhanden ist. Aber auch junge Menschen kehrten verstärkt zurück in ihre alte Heimat und würden aus anderen Bundesländern zurück nach Bad Düben kommen. „Das ist unsere Chance, unsere Wohnungen zu belegen“, so Czerwonatis.

Dass der Leerstand immer noch um die 15 Prozent beträgt, liegt aus Sicht der Geschäftsführerin aber nicht am aktuellen Mietpreis. Denn der liegt bei der Wohnungsbaugesellschaft im Durchschnitt bei 4,92 Euro pro Quadratmeter, obwohl woanders schon weit über die fünf Euro genommen wird.

Fahrradboxen und neu gestaltete Müllplätze

Für die Zukunft hat sich das Bad Dübener Unternehmen so einiges vorgenommen und bereits angeschoben. So wurden die ersten Fahrradboxen angeschafft, die gerade für ältere Mieter interessant sind, die nicht mehr in der Lage sind, ihre Räder in den Keller zu tragen. Die Müllplätze wurden umgestaltet, und nächstes Jahr sollen die Schornsteinschächte in den Wohnungen im Windmühlenweg 28 zurückgebaut werden.

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44 Neuvermietungen in diesem Jahr

„Dennoch können wir aktuell zufrieden sein. In diesem Jahr haben wir 44 Neuvermietungen vorgenommen. Die Hälfte davon zog in modern sanierte Wohnungen. Immerhin kostet die Sanierung einer Wohnung um die 15 000 Euro. Auch in Zukunft werden wir hier verstärkt unser Augenmerk drauf richten. Nur so senken wir Schritt für Schritt den Leerstand“, blickt Czerwonatis voraus.

Von Steffen Brost

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