Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Spendenaktion

Delitzscher Motorradhandel hilft Geflüchteten aus der Ukraine

Beim Motorradhändler Naujocks in Delitzsch wurde am Dienstag ein Hilfstransport für die Ukraine gepackt.

Beim Motorradhändler Naujocks in Delitzsch wurde am Dienstag ein Hilfstransport für die Ukraine gepackt.

Delitzsch. Acht Vierzigtonner, die in Bremen darauf warten, nach Polen und Rumänien zu fahren, um dort geflüchtete Menschen aus der Ukraine erstzuversorgen. Das lässt sich binnen knapp einer Woche bewerkstelligen, beschreibt Andreas Biebrach von der Biker-Brummi-Hilfe, sonst Gesellschafter in einer Firma für Elektrowerkzeuge und Industriebedarf in Dresden.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Lesen Sie auch

Biker erkunden den ehemaligen Ostblock

„Wir sind ursprünglich 1989/90 aus einer Sportgruppe des Deutschen Bundestages hervorgegangen, in der auch Motorradfahrer waren.“ Diese fuhren nach dem Fall des Eisernen Vorhangs die Staaten des Ostblocks ab, um Grenzen zu über- und Kulturen zu verbinden und arbeiten mittlerweile mit Fuhrunternehmen zusammen. „Als Gag und Zeichen der Völkerverständigung haben wir immer eine Flasche Schengenwein mitgehabt, um die europäische Einigung zu zelebrieren.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Auf diesen Fahrten haben sie, sagte er, die überaus große Gastfreundschaft und Herzlichkeit des Ostens kennengelernt, aber auch das Elend, was die Vergangenheit hinterlassen habe. Hilfe organisiert der Verein seither.

Delitzsch bei Hilfsaktion aus Mitteldeutschland dabei

Nun auch für Geflüchtete aus der Ukraine: Für den Spendenaufruf wandte Biebrach sich an seinen Kontakt vom Einkaufverband Nordwest. Dan Kollmann aus Delitzsch nahm den Aufruf gern an. „Wozu bist du Administrator einer Facebook-Gruppe mit über 3000 Leuten?“, fragte er sich nicht lang, leitete den Aufruf an die Mitglieder aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen der „Motorradfahrer Mitteldeutschland“ weiter und spannte Abgabestellen in Dresden, Halle, Magdeburg und Chemnitz ein.

Daniel Kollmann (l.), Britta Grönert und Andreas Biebrach (r.) organisierten in Delitzsch einen Hilfstransport für die Ukraine.

Daniel Kollmann (l.), Britta Grönert und Andreas Biebrach (r.) organisierten in Delitzsch einen Hilfstransport für die Ukraine.

In Delitzsch fand er eine Mitstreiterin in Britta Grönert von Motorrad Naujocks, wo er seit Jahren Stammkunde sei. Weil ihre Familie in der Schenkenberger Kirchgemeinde aktiv ist, schlossen sich nicht nur deren Kundinnen und Kunden an. „Die meisten älteren Leute sind über die LVZ gekommen“, sagte sie. „Delitzsch und Chemnitz war schon der Schwerpunkt“, beschrieb Dan Kollman, als der Siebeneinhalb-Tonner am Dienstag vorfuhr, um die Spenden aus der Loberstadt aufzunehmen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Facebook, Inc., der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Was jetzt noch eingehe, werde später weitergegeben, zumal im Moment viele Annahmestellen bereits überlastet seien, beschrieben die drei. „Wobei wir auch denken, dass es zu uns herschwappen wird – die Leute, die ankommen, müssen ja verteilt werden, über 600 000 hängen gerade in Polen fest und die haben ja nichts dabei“, sagte Andreas Biebrach lvz.de.

Von Manuel Niemann

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.